Augengymnastik

Augengesundheit

Gutes Sehen im Alter: So beugen Sie Stürzen wirksam vor

Schlechtes Sehen ist ein unterschätzter Sturzauslöser. Wie Brille, Licht, Kontraste und eine rechtzeitige Katarakt-Operation älteren Menschen mehr Sicherheit geben.

8 Min. Lesezeit Redaktion

Ein Sturz im Alter ist selten nur ein Missgeschick. Oft steht er am Anfang einer Kette aus Knochenbruch, Krankenhausaufenthalt, Angst vor dem nächsten Sturz und schwindender Selbstständigkeit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören Stürze weltweit zu den häufigsten Ursachen für unfallbedingte Verletzungen und Todesfälle, und ältere Menschen sind am stärksten betroffen. Bei der Suche nach Ursachen denken viele zuerst an Muskelschwäche, Schwindel oder Medikamente. Das Sehen wird dagegen erstaunlich oft übersehen.

Dabei liefern die Augen dem Gehirn einen großen Teil der Informationen, die wir für ein sicheres Gleichgewicht brauchen: Wo endet die Treppenstufe? Liegt dort ein Teppichrand? Ist der Boden nass? Wer schlecht sieht, Kontraste schwer erkennt oder sich mit einer ungünstigen Brille bewegt, stolpert leichter. Die gute Nachricht: Viele dieser Faktoren lassen sich erkennen und gezielt verbessern. Dieser Beitrag zeigt, worauf es ankommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eingeschränktes Sehen, vor allem schlechtes Kontrastsehen und eingeschränkte Tiefenwahrnehmung, erhöht das Sturzrisiko deutlich.
  • Gleit- und Mehrstärkenbrillen können auf Treppen und Bordsteinen die Sicht nach unten verschwimmen lassen; für draußen kann eine Einstärkenbrille sicherer sein.
  • Helle, blendfreie Beleuchtung und kontrastreiche Markierungen an Stufen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zu Hause.
  • Eine Operation des Grauen Stars kann nachweislich die Sturzhäufigkeit senken.
  • Bei bleibender Sehbehinderung helfen vergrößernde Sehhilfen, Beratung und Orientierungstraining.

Warum das Sehen für das Gleichgewicht so wichtig ist

Unser Gleichgewicht beruht auf drei Säulen: dem Gleichgewichtsorgan im Innenohr, den Rückmeldungen aus Muskeln und Gelenken (Propriozeption) und dem Sehen. Im Alter lassen oft mehrere dieser Systeme gleichzeitig nach. Das Gehirn verlässt sich dann umso stärker auf die Augen. Fällt auch diese Informationsquelle teilweise weg, etwa durch eine Linsentrübung, eine Netzhauterkrankung oder eine veraltete Brille, gerät das ganze System ins Wanken.

Dabei kommt es nicht nur auf die klassische Sehschärfe an, also auf die Frage, wie viele Zeilen man an der Sehtafel lesen kann. Für das sichere Gehen sind andere Funktionen mindestens ebenso wichtig:

  • Kontrastsehen: Die Fähigkeit, eine graue Stufe auf grauem Beton oder eine helle Türschwelle auf hellem Boden zu erkennen.
  • Tiefenwahrnehmung (Stereosehen): Sie hilft einzuschätzen, wie hoch eine Stufe ist und wie weit ein Hindernis entfernt liegt. Sie setzt voraus, dass beide Augen gut zusammenarbeiten.
  • Gesichtsfeld: Wer seitlich oder unten weniger wahrnimmt, etwa bei fortgeschrittenem Grünen Star (Glaukom), übersieht Gegenstände am Boden oder Personen, die von der Seite kommen.
  • Hell-Dunkel-Anpassung: Ältere Augen brauchen länger, um sich vom hellen Flur an ein dunkles Schlafzimmer zu gewöhnen. Gerade nachts auf dem Weg zur Toilette passieren viele Stürze.
  • Blendempfindlichkeit: Tief stehende Sonne oder spiegelnde Böden können Kontraste schlagartig auslöschen.

Häufige Augenerkrankungen, die das Sturzrisiko erhöhen

Mehrere typische Alterserkrankungen der Augen wirken sich direkt auf die Sicherheit beim Gehen aus. Die folgende Übersicht zeigt, welche Sehfunktion jeweils am stärksten leidet.

ErkrankungWas sich verändertTypische Sturzsituation
Grauer Star (Katarakt)Verschwommenes, kontrastarmes Sehen, starke BlendungGegenlicht, Treppen, nasse Straßen am Abend
Grüner Star (Glaukom)Schleichender Verlust des seitlichen GesichtsfeldsHindernisse am Rand, Türrahmen, Haustiere
Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)Fleck oder Verzerrung in der BildmitteStufenkanten und Bordsteine werden falsch eingeschätzt
Diabetische RetinopathieSchwankende Sehschärfe, Flecken im GesichtsfeldUnebener Untergrund, schlechte Beleuchtung
Unkorrigierte FehlsichtigkeitUnscharfes Sehen in Ferne oder NäheAlles, was eine genaue Einschätzung von Abständen verlangt

Viele dieser Veränderungen entwickeln sich so langsam, dass Betroffene sie kaum bemerken. Das Gehirn gleicht vieles aus, bis es eben nicht mehr reicht. Deshalb sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen im Alter so wichtig. Mehr über die einzelnen Krankheitsbilder lesen Sie in unseren Ratgebern zum Grauen Star und zur Makuladegeneration.

Gleitsicht- und Mehrstärkenbrillen auf Treppen

Gleitsichtgläser (Progressivgläser) und Bifokalgläser sind eine praktische Erfindung: Mit einer einzigen Brille sieht man in die Ferne, auf den Bildschirm und in die Zeitung. Für das Gehen haben sie aber einen Nachteil. Der Lesebereich liegt im unteren Teil des Glases, genau dort, wo man beim Blick auf Stufen, Bordsteinkanten oder Türschwellen hindurchschaut. Der Boden erscheint dadurch unscharf, manchmal auch leicht verzerrt oder näher als in Wirklichkeit.

Studien haben gezeigt, dass ältere Menschen mit Mehrstärkenbrillen häufiger stolpern und stürzen, besonders außer Haus und auf Treppen. In einer britischen Untersuchung an aktiven Seniorinnen und Senioren, die regelmäßig draußen unterwegs waren, verringerte eine zusätzliche Einstärkenbrille für draußen die Zahl der Stürze im Freien. Bei weniger mobilen Menschen, die sich überwiegend in der Wohnung aufhielten, zeigte sich dieser Vorteil nicht. Das zeigt: Die passende Lösung hängt vom Alltag des Einzelnen ab.

Praktische Tipps für Gleitsichtträger

  • Beim Treppensteigen den Kopf bewusst etwas stärker neigen, statt nur die Augen zu senken, damit Sie durch den Fernbereich des Glases blicken.
  • Immer den Handlauf benutzen, auch wenn es nur wenige Stufen sind.
  • Für Spaziergänge, Gartenarbeit und Einkäufe kann eine zweite Brille nur für die Ferne sinnvoll sein. Besprechen Sie das mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Optiker.
  • Lassen Sie neue Gleitsichtgläser gut zentrieren und nehmen Sie sich Zeit zur Eingewöhnung. Tipps dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Gewöhnung an Gleitsichtgläser.
  • Gehen Sie in den ersten Tagen mit einer neuen Brille besonders vorsichtig, vor allem wenn sich die Stärke deutlich verändert hat.

Eine neue Brillenstärke ist zunächst ein Risikofaktor. Gerade bei großen Korrekturänderungen, etwa nach einer Operation, braucht das Gehirn einige Tage, um Abstände und Höhen neu einzuschätzen. Planen Sie diese Phase bewusst ein.

Kontraste: Der unterschätzte Schlüssel zur Sicherheit

Im Alter nimmt das Kontrastsehen auch bei gesunden Augen ab, weil die Augenlinse mehr Licht streut und die Pupille kleiner wird. Kommt eine Katarakt oder Makuladegeneration hinzu, verschärft sich das Problem. Ein Teppich in Beige auf hellem Parkett, eine graue Steintreppe oder eine durchsichtige Glastür können dann regelrecht unsichtbar werden.

Mit einfachen Mitteln lassen sich Kontraste deutlich verbessern:

  • Treppenkanten mit einem gut sichtbaren, rutschfesten Streifen in kontrastierender Farbe markieren, besonders die erste und letzte Stufe.
  • Handläufe farblich von der Wand absetzen.
  • Lichtschalter, Türrahmen und Griffe in einer Kontrastfarbe wählen oder mit Klebeband hervorheben.
  • Im Bad eine farbige Matte vor Wanne oder Dusche legen und einen kontrastierenden Toilettensitz verwenden.
  • Große Glasflächen mit Aufklebern in Augenhöhe kennzeichnen.

Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihr eigenes Kontrastsehen ist, können Sie mit unserem Kontrasttest einen ersten Eindruck gewinnen. Ein solcher Online-Test ersetzt jedoch keine Untersuchung in der Praxis.

Licht in der Wohnung richtig planen

Ein 70-jähriges Auge braucht deutlich mehr Licht als ein 20-jähriges, um gleich gut zu sehen. Gleichzeitig ist es empfindlicher gegenüber Blendung. Gute Beleuchtung bedeutet daher nicht einfach eine stärkere Lampe, sondern helles, gleichmäßiges und blendfreies Licht.

Die wichtigsten Bereiche

BereichEmpfehlung
Treppe und FlurSchalter oben und unten, gleichmäßige Ausleuchtung aller Stufen, keine Schatten auf den Kanten
SchlafzimmerLichtschalter oder Lampe vom Bett aus erreichbar, Nachtlicht oder Bewegungsmelder auf dem Weg zum Bad
BadHelles, blendfreies Deckenlicht, kein Spiegelglanz auf nassen Fliesen
KücheZusätzliche Arbeitsleuchten unter den Oberschränken
EingangAußenbeleuchtung mit Bewegungsmelder, beleuchtete Hausnummer und Schlüsselloch

Achten Sie auf matte Lampenschirme und indirektes Licht, damit keine grellen Lichtpunkte im Blickfeld liegen. Jalousien oder Vorhänge helfen, wenn tief stehende Sonne den Boden zum Spiegel macht. Lassen Sie die Augen beim Wechsel von hell nach dunkel ein paar Sekunden zur Anpassung, bevor Sie losgehen. Wer zusätzlich in der Dämmerung auffällig schlecht sieht, sollte das bei der nächsten Untersuchung ansprechen.

Ein preiswerter Sofortgewinn: Steckdosen-Nachtlichter mit Dämmerungssensor entlang des Weges vom Bett zur Toilette. Sie verhindern, dass man nachts im Dunkeln nach dem Schalter tastet.

Grauer Star: Die Operation kann Stürze verhindern

Die Katarakt ist die häufigste Ursache für vermeidbare Sehverschlechterung im Alter. Die getrübte Linse lässt Kontraste verblassen, macht blendempfindlich und verfälscht Farben. Weil sich das schleichend entwickelt, verschieben viele Menschen die Operation immer weiter.

Aus Sicht der Sturzprävention ist das ungünstig. In einer randomisierten Studie aus Großbritannien hatten ältere Frauen, deren erstes Auge zügig operiert wurde, im Folgejahr deutlich weniger Stürze als jene, die auf der üblichen Warteliste standen. Auch Beobachtungsstudien zeigen nach der Kataraktoperation ein geringeres Risiko für Hüftbrüche. Fachgesellschaften empfehlen deshalb, das Sturzrisiko bei der Entscheidung über den Operationszeitpunkt mit zu berücksichtigen.

Wichtig ist auch die Zeit zwischen den beiden Operationen. Ist nur ein Auge operiert, unterscheiden sich die Bilder beider Augen manchmal stark in Größe und Schärfe (Anisometropie). Das kann die Tiefenwahrnehmung vorübergehend stören. Sprechen Sie mit Ihrem Operateur darüber, wann das zweite Auge folgen sollte. Was Sie vor, während und nach dem Eingriff erwartet, erklärt unser Beitrag Kataraktoperation: was Sie erwartet.

Weitere Risikofaktoren, die mit den Augen zusammenhängen

Medikamente

Schlafmittel, Beruhigungsmittel, manche Antidepressiva und blutdrucksenkende Medikamente können Schwindel auslösen oder die Aufmerksamkeit dämpfen. Einige Wirkstoffe beeinflussen auch die Pupille oder die Akkommodation und damit das Sehen. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab, lassen Sie aber Ihre Medikamentenliste regelmäßig von Hausarzt oder Apotheke prüfen.

Doppelbilder und Schielen

Plötzliche Doppelbilder sind immer ein Warnzeichen und müssen rasch abgeklärt werden. Aber auch länger bestehende Doppelbilder machen das Gehen unsicher. Prismengläser oder eine Behandlung der Ursache können helfen.

Nur ein Auge sieht gut

Wer nur auf einem Auge gut sieht, verliert einen Teil der räumlichen Wahrnehmung. Bewusstes Kopfdrehen, um den Blick zu erweitern, und besondere Vorsicht an Kanten gleichen das teilweise aus.

Hilfen bei bleibender Sehbehinderung

Nicht jede Sehminderung lässt sich medizinisch beheben. Bei fortgeschrittener Makuladegeneration, Glaukom oder diabetischen Netzhautschäden bleibt oft eine dauerhafte Einschränkung. Dann geht es darum, das verbleibende Sehvermögen bestmöglich zu nutzen. Diese Versorgung nennt man Low-Vision-Rehabilitation.

  • Vergrößernde Sehhilfen: Lupen mit Beleuchtung, Lupenbrillen, Fernrohrbrillen oder elektronische Bildschirmlesegeräte für Post und Etiketten.
  • Kantenfilter: Spezielle Filtergläser, die Blendung reduzieren und Kontraste verstärken können.
  • Orientierungs- und Mobilitätstraining: Fachkräfte zeigen, wie man sich mit Langstock oder anderen Techniken sicher bewegt.
  • Anpassung der Wohnung: Fachberatungsstellen für sehbehinderte Menschen beraten zu Licht, Kontrasten und Hilfsmitteln.
  • Digitale Hilfen: Smartphones mit Vergrößerungs- und Vorlesefunktion, sprechende Uhren und Waagen.

In Deutschland werden viele vergrößernde Sehhilfen bei entsprechender Verordnung von der Krankenkasse bezuschusst. Ausführliche Informationen bietet unser Ratgeber zu Sehbehinderung und vergrößernden Sehhilfen.

Ihr persönlicher Sicherheits-Check

Die folgende Checkliste hilft, Schwachstellen aufzuspüren. Am besten gehen Sie sie gemeinsam mit einem Angehörigen durch.

  1. Wann war die letzte augenärztliche Untersuchung? Ab 65 ist in der Regel eine Kontrolle alle ein bis zwei Jahre sinnvoll.
  2. Ist die Brille aktuell, sauber und gut sitzend? Verbogene Fassungen verschieben die optischen Zentren.
  3. Haben Sie für draußen eine geeignete Brille, gegebenenfalls eine Sonnenbrille mit passender Stärke?
  4. Sind alle Treppenkanten gut sichtbar und beleuchtet?
  5. Gibt es nachts eine beleuchtete Route zur Toilette?
  6. Liegen Stolperfallen wie lose Teppiche, Kabel oder Zeitungsstapel im Weg?
  7. Werden Medikamente regelmäßig auf Nebenwirkungen wie Schwindel geprüft?
  8. Trainieren Sie Kraft und Gleichgewicht, etwa in einem Sturzpräventionskurs?

Gutes Sehen und körperliche Fitness wirken zusammen. Regelmäßige Bewegung stärkt nicht nur Muskeln und Gleichgewicht, sondern ist auch gut für die Durchblutung der Augen, wie unser Beitrag zu Bewegung und Augengesundheit zeigt. Augenübungen können dagegen weder Katarakt noch Makuladegeneration heilen und ersetzen keine Behandlung.

Wann Sie zum Augenarzt sollten

Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn Sie oder ein Angehöriger häufiger stolpern, Stufen falsch einschätzen, sich von Licht stark geblendet fühlen oder das Gefühl haben, dass die Brille nicht mehr ausreicht. Auch nach einem Sturz ohne klare Ursache gehört eine Augenuntersuchung zur Abklärung dazu.

Sofort ärztliche Hilfe suchen bei: plötzlichem Sehverlust auf einem oder beiden Augen, plötzlichen Doppelbildern, einem dunklen Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld, vielen neuen Lichtblitzen oder schwarzen Punkten, starken Augenschmerzen mit Übelkeit sowie Sehstörungen zusammen mit Lähmungen, Sprachstörungen oder einem hängenden Mundwinkel. Letzteres kann auf einen Schlaganfall hindeuten – wählen Sie dann sofort den Notruf 112.

Ein Sturz ist kein unabwendbares Schicksal des Alters. Wer seine Augen regelmäßig untersuchen lässt, die Brille an den Alltag anpasst und die Wohnung hell und kontrastreich gestaltet, gewinnt ein großes Stück Sicherheit und Unabhängigkeit zurück.

Häufig gestellte Fragen

Erhöhen Gleitsichtbrillen wirklich das Sturzrisiko?

Studien zeigen, dass Träger von Mehrstärkenbrillen häufiger stolpern, vor allem auf Treppen und im Freien, weil der Boden durch den Lesebereich unscharf erscheint. Für aktive Menschen, die viel draußen unterwegs sind, kann eine zusätzliche Fernbrille sinnvoll sein. Wer sich überwiegend in der Wohnung bewegt, profitiert davon nicht unbedingt.

Kann eine Kataraktoperation Stürze verhindern?

Ja, eine rechtzeitige Operation des Grauen Stars verbessert Sehschärfe, Kontrast und Blendempfindlichkeit. In einer randomisierten Studie stürzten Frauen nach zügiger Operation des ersten Auges seltener. Das Sturzrisiko ist daher ein guter Grund, die Operation nicht unnötig hinauszuzögern.

Wie oft sollten ältere Menschen zum Augenarzt?

Ab etwa 65 Jahren wird meist eine Untersuchung alle ein bis zwei Jahre empfohlen, bei bekannten Augenerkrankungen oder Diabetes nach ärztlicher Vorgabe häufiger. Nach einem unerklärten Sturz sollte das Sehen immer überprüft werden.

Welches Licht ist für ältere Augen am besten?

Ideal ist helles, gleichmäßiges und blendfreies Licht ohne starke Schatten. Indirekte Beleuchtung, matte Lampenschirme und Nachtlichter mit Bewegungsmelder auf dem Weg zum Bad sind besonders hilfreich. Ältere Augen brauchen deutlich mehr Licht als jüngere.

Welche Hilfsmittel gibt es bei bleibender Sehbehinderung?

Infrage kommen beleuchtete Lupen, Lupen- und Fernrohrbrillen, Kantenfilter gegen Blendung und elektronische Lesegeräte. Ergänzend helfen Orientierungs- und Mobilitätstraining sowie eine kontrastreiche Gestaltung der Wohnung. Viele Hilfsmittel werden bei Verordnung von der Krankenkasse unterstützt.

Helfen Augenübungen gegen Sturzgefahr?

Augenübungen können weder Katarakt noch Makuladegeneration oder Glaukom heilen. Wirksam gegen Stürze sind vor allem eine passende Brille, die Behandlung von Augenerkrankungen, gute Beleuchtung sowie Kraft- und Gleichgewichtstraining.

Quellen
  • World Health Organization – Falls (Fact sheet)
  • American Academy of Ophthalmology – Vision and Falls in Older Adults
  • NHS – Falls: prevention
  • Harwood RH et al. – Falls and health status in elderly women following first eye cataract surgery: a randomised controlled trial, British Journal of Ophthalmology 2005
  • Haran MJ et al. – Effect on falls of providing single lens distance vision glasses to multifocal glasses wearers (VISIBLE trial), BMJ 2010
  • National Eye Institute – Low Vision

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