Diagonal folgen
Der Punkt wandert von Ecke zu Ecke, abwechselnd auf beiden Diagonalen – Bewegung in schrägen Richtungen.
Bei dieser Übung reist der leuchtende Punkt von einer Bildschirmecke zur gegenüberliegenden – etwa von oben links nach unten rechts – und wechselt dann auf die andere Diagonale. Ihr Kopf bleibt ruhig, nur die Augen folgen. Tempo, Dauer und Vollbildmodus stellen Sie selbst ein, und eine dezente Erinnerung fordert Sie zum Blinzeln auf.
Schräge Blickrichtungen kommen im Alltag selten vor. Für diese Bewegungen müssen jeweils mehrere Augenmuskeln gleichzeitig arbeiten, weil sich horizontale und vertikale Anteile überlagern. Die Übung ergänzt damit die Grundbewegungen links-rechts und oben-unten sinnvoll und nutzt das Blickfeld bis in die Ecken. Viele Anwenderinnen und Anwender beschreiben das Gefühl danach als „durchbewegt“ und wacher.
Die Übung ist als kurze Entspannungs- und Konzentrationspause gedacht. Sie verändert keine Fehlsichtigkeit und ersetzt keine augenärztliche Behandlung. Für Menschen mit langer Bildschirmzeit ist sie eine gute Ergänzung zu Pausen nach der 20-20-20-Regel. Wichtig ist, die Ecken nur so weit anzusteuern, wie es sich bequem anfühlt – eine leichte Dehnung ist in Ordnung, Schmerzen sind es nicht.
So geht’s
- Setzen Sie sich mittig vor den Bildschirm und aktivieren Sie den Vollbildmodus.
- Wählen Sie ein ruhiges Tempo und starten Sie den Countdown.
- Folgen Sie dem Punkt mit den Augen von Ecke zu Ecke, der Kopf bleibt still.
- Achten Sie auf den Wechsel zur anderen Diagonale.
- Blinzeln Sie bei der Erinnerung vollständig.
- Schließen Sie zum Schluss die Augen und entspannen Sie das Gesicht.
Wobei es hilft
- Nutzt schräge Blickrichtungen, die im Alltag selten vorkommen
- Fordert das Zusammenspiel mehrerer Augenmuskeln
- Ergänzt horizontale und vertikale Übungen
- Schafft eine kurze, aktivierende Pause
Tipps
- Sitzen Sie mittig, damit alle Ecken gleich weit entfernt sind.
- Wenn Sie die Ecken nur mit Kopfbewegung erreichen, rücken Sie etwas weiter vom Bildschirm weg.
- Kombinieren Sie die Übung mit einem Blick aus dem Fenster.
Achtung: Bei Schwindel, Kopfschmerzen, Doppelbildern oder Schmerzen beenden Sie die Übung. Bei Schielen, Augenmuskellähmungen oder nach Operationen bitte vorher ärztlich abklären.
Häufig gestellte Fragen
Warum gerade diagonale Bewegungen?
Diagonale Blicke verbinden horizontale und vertikale Bewegung. Sie kommen im Alltag selten vor und ergänzen die Basisübungen.
Ich sehe die Ecken nicht ohne Kopfbewegung – ist das schlimm?
Nein. Vergrößern Sie den Abstand zum Bildschirm oder verlassen Sie den Vollbildmodus, bis die Ecken bequem erreichbar sind.
Wie lange sollte ich üben?
Ein bis zwei Minuten reichen. Mehrere kurze Einheiten über den Tag verteilt sind sinnvoller als eine lange.