Augenfarbe-Rechner
Schätzen Sie die wahrscheinliche Augenfarbe Ihres Kindes anhand der Augenfarben von Eltern und Großeltern.
Welche Augen wird unser Kind haben? Diese Frage stellen sich viele werdende Eltern. Mit diesem Rechner wählen Sie die Augenfarbe beider Elternteile – Braun, Grün/Haselnuss oder Blau/Grau – und optional die Augenfarben der Großeltern. Der Rechner zeigt daraufhin, mit welcher ungefähren Wahrscheinlichkeit das Kind braune, grüne oder blaue Augen bekommen könnte. Die Angaben der Großeltern helfen abzuschätzen, ob ein Elternteil möglicherweise Anlagen für eine hellere Augenfarbe weitergibt.
Wichtig zu wissen: Der Rechner verwendet ein vereinfachtes Modell. In der Schule lernt man oft, dass Braun über Blau „siegt“ – die Wirklichkeit ist komplizierter. Die Augenfarbe ist polygen, das heißt, viele Gene wirken zusammen. Besonders bedeutsam sind die Gene OCA2 und HERC2 auf Chromosom 15, die bestimmen, wie viel Pigment (Melanin) in der Regenbogenhaut (Iris) gebildet wird. Dazu kommen zahlreiche weitere Gene mit kleinerem Einfluss. Deshalb können zum Beispiel zwei blauäugige Eltern – selten – ein Kind mit braunen Augen bekommen.
Bedenken Sie außerdem, dass viele Babys hellhäutiger Eltern mit blauen oder grauen Augen geboren werden; die endgültige Farbe zeigt sich oft erst im Laufe der ersten ein bis drei Lebensjahre. Das Ergebnis ist also eine grobe Schätzung zum Spaß, keine Vorhersage. Mehr zur Genetik lesen Sie im Ratgeber Augenfarbe und Vererbung und in unseren faszinierenden Fakten über die Augen.
Anleitung
- Wählen Sie die Augenfarbe der Mutter bzw. des ersten Elternteils.
- Wählen Sie die Augenfarbe des Vaters bzw. des zweiten Elternteils.
- Optional: Geben Sie die Augenfarben der vier Großeltern an, um die Schätzung zu verfeinern.
- Ordnen Sie Mischfarben möglichst der nächstliegenden Gruppe zu (z. B. Haselnuss zu Grün, Grau zu Blau).
- Klicken Sie auf „Berechnen“ und sehen Sie sich die Wahrscheinlichkeiten an.
- Lesen Sie die Erläuterung unter dem Ergebnis, warum es sich nur um eine Schätzung handelt.
Ergebnis verstehen
Das Ergebnis zeigt Prozentwerte für Braun, Grün und Blau. Ein hoher Wert bedeutet, dass diese Farbe nach dem vereinfachten Modell am wahrscheinlichsten ist – nicht, dass sie sicher eintritt. Auch Farben mit niedrigen Prozentwerten sind möglich.
Die Augenfarbe hat keine Bedeutung für die Sehschärfe. Hellere Augen sind allerdings etwas lichtempfindlicher, daher ist ein guter UV-Schutz mit Sonnenbrille sinnvoll. Ärztlich abgeklärt werden sollten dagegen zwei unterschiedlich gefärbte Augen, die neu auftreten, eine Farbveränderung einer Iris im Erwachsenenalter, ein weißlicher Schimmer der Pupille bei Babys oder eine fehlende Pigmentierung mit starkem Augenzittern. Ein solcher weißer Pupillenreflex, etwa auf Blitzfotos, sollte bei Kindern rasch untersucht werden.
Achtung: Spielerische Schätzung auf Basis eines vereinfachten Modells – keine genetische Beratung. Veränderungen der Augenfarbe bei Erwachsenen oder ein weißer Pupillenreflex bei Kindern sollten ärztlich untersucht werden.
Häufig gestellte Fragen
Können zwei blauäugige Eltern ein braunäugiges Kind bekommen?
Das ist selten, aber möglich. Weil viele Gene an der Augenfarbe beteiligt sind, reichen einfache Regeln aus dem Biologieunterricht nicht aus, um alle Fälle zu erklären.
Wann steht die endgültige Augenfarbe fest?
Bei vielen Kindern verändert sich die Augenfarbe in den ersten Lebensmonaten deutlich. Meist ist sie bis zum Alter von etwa ein bis drei Jahren weitgehend stabil.
Warum sind Babyaugen oft blau?
Bei der Geburt ist in der Iris oft noch wenig Melanin vorhanden. Erst mit der Zeit bilden die Pigmentzellen mehr Farbstoff, wodurch die Augen dunkler werden können.
Gibt es wirklich grüne Augen als eigene Farbe?
Grüne Augen entstehen durch eine mittlere Menge Pigment in Kombination mit der Lichtstreuung in der Iris. Sie sind weltweit eher selten und in Nord- und Mitteleuropa am häufigsten.