Horizontal folgen
Folgen Sie dem Punkt von links nach rechts – die einfachste Übung zum Lockern nach Bildschirmarbeit.
Bei dieser Übung gleitet ein leuchtender Punkt gleichmäßig vom linken zum rechten Bildschirmrand und wieder zurück. Ihre Aufgabe ist einfach: Der Kopf bleibt ruhig, nur die Augen folgen dem Punkt. Geschwindigkeit und Dauer stellen Sie selbst ein, auf Wunsch im Vollbildmodus. Ein kurzer Countdown hilft beim Start, und eine dezente Erinnerung fordert Sie zwischendurch zum Blinzeln auf.
Trainiert werden die sogenannten Augenfolgebewegungen (glatte Augenfolgebewegungen), vor allem das Zusammenspiel der seitlichen Augenmuskeln. Wer stundenlang auf einen Punkt in fester Entfernung starrt – etwa auf den Monitor –, bewegt die Augen kaum. Ein paar ruhige Bewegungen über die ganze Breite des Blickfelds werden von vielen Menschen als lockernd und erfrischend empfunden. Die Übung ist ein guter Einstieg, bevor Sie zu komplexeren Formen wie der liegenden Acht wechseln.
Wichtig ist eine ehrliche Einordnung: Augenübungen verbessern weder Kurzsichtigkeit noch Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Sie können aber das Wohlbefinden bei digitaler Augenbelastung steigern, die Aufmerksamkeit bündeln und eine bewusste Pause schaffen. Die Übung eignet sich für Erwachsene mit Bildschirmberufen, für Lernende und – unter Aufsicht – auch für Kinder.
So geht’s
- Setzen Sie sich bequem hin, etwa eine Armlänge vom Bildschirm entfernt.
- Wählen Sie Geschwindigkeit und Dauer; für den Anfang eignet sich „langsam“.
- Halten Sie den Kopf gerade und ruhig – stützen Sie bei Bedarf das Kinn auf die Hand.
- Folgen Sie dem Punkt nur mit den Augen von links nach rechts und zurück.
- Atmen Sie ruhig weiter und blinzeln Sie, sobald die Erinnerung erscheint.
- Schließen Sie am Ende die Augen für einige Sekunden und lassen Sie sie ruhen.
Wobei es hilft
- Lockert die Augen nach langem Starren auf einen festen Punkt
- Schafft eine kurze, bewusste Pause von der Bildschirmarbeit
- Fördert ruhige, gleichmäßige Augenfolgebewegungen
- Erinnert ans Blinzeln und kann so trockenen Augen vorbeugen
Tipps
- Nutzen Sie den Vollbildmodus, damit der Punkt die ganze Bildschirmbreite ausnutzt.
- Ein bis zwei Minuten genügen – lieber mehrmals täglich als einmal sehr lange.
- Wenn Sie eine Brille für den Bildschirm tragen, behalten Sie sie auf.
Achtung: Brechen Sie ab, wenn Schwindel, Kopfschmerzen oder Doppelbilder auftreten. Bei bekanntem Schielen, Nystagmus oder nach einer Augenoperation sprechen Sie vorher mit Ihrer Augenärztin oder Ihrem Augenarzt.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ich die horizontale Übung machen?
Zwei- bis dreimal täglich für ein bis zwei Minuten ist ein sinnvoller Rahmen, zum Beispiel in Arbeitspausen. Mehr bringt nicht automatisch mehr; wichtiger ist die Regelmäßigkeit.
Kann die Übung meine Kurzsichtigkeit verbessern?
Nein. Kurzsichtigkeit beruht auf der Länge und Brechkraft des Auges, und daran ändern Augenbewegungen nichts. Die Übung dient dem Wohlbefinden und der Entspannung.
Warum soll der Kopf stillhalten?
Bewegt sich der Kopf mit, übernehmen die Nackenmuskeln einen Teil der Arbeit. Nur wenn der Kopf ruhig bleibt, bewegen sich wirklich die Augen.
Ist ein Ziehen in den Augen normal?
Ein leichtes Gefühl der Anstrengung am Rand des Blickfelds ist normal. Schmerzen sind es nicht – dann verringern Sie das Tempo oder beenden die Übung.