Augengymnastik

Auge und Sehen

Anatomie des Auges: Aufbau und Funktion aller wichtigen Teile

Von der Hornhaut bis zum Sehnerv: Dieser Ratgeber erklärt den Aufbau des Auges, die Aufgabe jedes Bauteils und welche Beschwerden entstehen, wenn ein Teil nicht richtig funktioniert.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit Redaktion

Das menschliche Auge ist ungefähr so groß wie eine Murmel: Beim Erwachsenen misst der Augapfel von vorn nach hinten etwa 24 Millimeter und wiegt nur rund sieben bis acht Gramm. Auf diesem kleinen Raum vereint es ein optisches System, das an eine hochwertige Kamera erinnert, mit einem Stück Nervengewebe, das zum Gehirn gehört. Dazu kommen Schutzeinrichtungen wie Lider und Tränenfilm sowie sechs Muskeln, die das Auge blitzschnell und präzise bewegen.

Wer den Aufbau des Auges kennt, versteht Befunde beim Augenarzt besser und kann Beschwerden leichter einordnen. In diesem Ratgeber gehen wir von außen nach innen vor – von den Lidern bis zum Sehnerv – und erklären bei jedem Bauteil, was es leistet und welche typischen Erkrankungen dort entstehen können. Wie diese Teile beim eigentlichen Sehvorgang zusammenarbeiten, beschreibt unser Ratgeber Wie Sehen funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Augapfelwand besteht aus drei Schichten: äußere Hülle (Hornhaut und Lederhaut), mittlere Gefäßhaut (Aderhaut, Ziliarkörper, Iris) und innere Netzhaut.
  • Hornhaut und Linse bilden das optische System, die Netzhaut wandelt Licht in Nervensignale um.
  • Die Makula mit der Fovea ist die Stelle des schärfsten Sehens.
  • Der Sehnerv leitet die Signale von etwa einer Million Nervenfasern zum Gehirn.
  • Lider, Bindehaut und Tränenfilm schützen und befeuchten die Augenoberfläche.
  • Sechs äußere Augenmuskeln pro Auge steuern alle Blickbewegungen.

Überblick: die drei Schichten des Augapfels

Anatomisch lässt sich die Wand des Augapfels in drei Schichten gliedern. Im Inneren liegen die Augenkammern mit Kammerwasser, die Linse und der Glaskörper.

SchichtBestandteileHauptaufgabe
Äußere AugenhautHornhaut (Kornea), Lederhaut (Sklera)Schutz, Formgebung, Lichtbrechung
Mittlere Augenhaut (Uvea)Regenbogenhaut (Iris), Ziliarkörper, Aderhaut (Choroidea)Blutversorgung, Lichtregulierung, Akkommodation
Innere AugenhautNetzhaut (Retina) mit Makula und SehnervenkopfUmwandlung von Licht in Nervensignale
InhaltKammerwasser, Linse, GlaskörperDruck, Ernährung, Lichtbrechung, Formstabilität

Die äußere Hülle: Hornhaut, Lederhaut und Bindehaut

Hornhaut (Kornea)

Die Hornhaut ist das klare „Fenster“ an der Vorderseite des Auges. Sie ist in der Mitte nur etwa einen halben Millimeter dick und besteht aus mehreren Schichten: dem Epithel an der Oberfläche, dem dicken Stroma aus regelmäßig angeordneten Kollagenfasern und dem Endothel an der Rückseite, das überschüssiges Wasser aus der Hornhaut pumpt und sie so klar hält. Die Hornhaut enthält keine Blutgefäße; sie wird aus Tränenfilm und Kammerwasser versorgt.

Gleichzeitig ist sie eines der am dichtesten mit Nerven versorgten Gewebe des Körpers. Darum schmerzt schon ein winziges Staubkorn so stark. Mit einer Brechkraft von rund 43 Dioptrien ist die Hornhaut die wichtigste lichtbrechende Fläche des Auges. Ist sie ungleichmäßig gewölbt, entsteht eine Hornhautverkrümmung; wölbt sie sich kegelförmig vor, spricht man vom Keratokonus.

Lederhaut (Sklera)

Die Lederhaut ist das „Weiße“ des Auges. Sie besteht aus festem, unregelmäßig angeordnetem Bindegewebe und umhüllt etwa fünf Sechstel des Augapfels. Sie gibt dem Auge seine Form, schützt das Innere und dient den Augenmuskeln als Ansatzstelle. Hinten tritt der Sehnerv durch eine siebartige Stelle der Lederhaut aus. Bei Kindern ist die Lederhaut dünner, sodass die darunterliegende Aderhaut manchmal leicht bläulich durchschimmert.

Bindehaut (Konjunktiva)

Die Bindehaut ist eine dünne, durchsichtige Schleimhaut. Sie überzieht die Lederhaut bis zum Hornhautrand und kleidet die Innenseite der Lider aus. Sie enthält feine Blutgefäße, Becherzellen, die Schleim für den Tränenfilm bilden, und Abwehrzellen. Entzündet sich die Bindehaut, weiten sich ihre Gefäße – das Auge wird rot. Häufige Ursachen sind Viren, Bakterien und Allergien; mehr dazu im Ratgeber zur Bindehautentzündung.

Die mittlere Schicht: Iris, Ziliarkörper und Aderhaut

Die mittlere Augenhaut heißt auch Uvea oder Gefäßhaut, weil sie besonders reich an Blutgefäßen ist. Eine Entzündung dieser Schicht nennt man Uveitis.

Regenbogenhaut (Iris) und Pupille

Die Iris ist der farbige Ring, der dem Auge seine individuelle Farbe gibt. Sie enthält zwei Muskeln: einen ringförmigen Schließmuskel, der die Pupille verengt, und einen strahlenförmigen Erweiterer. Die Pupille ist nichts anderes als das Loch in der Mitte der Iris. Wie eine Kamerablende passt sie die einfallende Lichtmenge an: Bei Helligkeit wird sie eng, bei Dunkelheit weit. Ihr Durchmesser schwankt etwa zwischen zwei und acht Millimetern.

Die Augenfarbe hängt von der Menge und Verteilung des Pigments Melanin in der Iris ab. Warum es braune, grüne und blaue Augen gibt, lesen Sie im Ratgeber zu Augenfarbe und Genetik.

Ziliarkörper

Der Ziliarkörper liegt ringförmig hinter der Iris. Er hat zwei wichtige Aufgaben. Erstens enthält er den Ziliarmuskel, an dem über feine Zonulafasern die Linse aufgehängt ist. Zieht sich der Muskel zusammen, wird die Linse runder und das Auge stellt auf die Nähe scharf. Zweitens bildet der Ziliarkörper das Kammerwasser, eine klare Flüssigkeit, die Linse und Hornhaut ernährt.

Das Kammerwasser fließt durch die Pupille in die Vorderkammer und verlässt das Auge über den Kammerwinkel, ein feines Abflusssystem (Trabekelwerk und Schlemm-Kanal) zwischen Iris und Hornhaut. Das Gleichgewicht zwischen Bildung und Abfluss bestimmt den Augeninnendruck. Ist der Abfluss gestört, kann der Druck steigen und den Sehnerv schädigen – ein wichtiger Risikofaktor für den Grünen Star (Glaukom).

Aderhaut (Choroidea)

Die Aderhaut liegt zwischen Lederhaut und Netzhaut. Sie ist eines der am stärksten durchbluteten Gewebe des Körpers und versorgt die äußeren Netzhautschichten, insbesondere die Fotorezeptoren, mit Sauerstoff und Nährstoffen. Ihr Pigment schluckt Streulicht, ähnlich wie das schwarze Innere einer Kamera.

Die Augenlinse

Die Linse ist ein durchsichtiger, bikonvexer Körper von etwa neun bis zehn Millimetern Durchmesser. Sie liegt direkt hinter der Iris und ist von einer dünnen Kapsel umgeben. Die Linse enthält weder Blutgefäße noch Nerven. Sie wächst ein Leben lang langsam weiter, indem sich außen neue Linsenfasern anlagern; dadurch wird ihr Kern mit den Jahren dichter und weniger elastisch.

Zwei altersbedingte Veränderungen sind daher fast unvermeidlich: Ab etwa Mitte 40 lässt die Fähigkeit zur Naheinstellung nach (Alterssichtigkeit), und im höheren Alter trübt sich die Linse häufig ein. Diese Trübung heißt Grauer Star (Katarakt) und wird bei Bedarf operativ behandelt, indem die trübe Linse durch eine Kunstlinse ersetzt wird.

Glaskörper

Der Glaskörper füllt den größten Teil des Augeninneren aus, rund zwei Drittel des Volumens. Er besteht zu etwa 99 Prozent aus Wasser, dazu aus einem feinen Gerüst aus Kollagenfasern und Hyaluronsäure, das ihm seine gelartige Konsistenz verleiht. Er hält die Netzhaut in Position und lässt Licht ungehindert passieren.

Mit dem Alter verflüssigt sich der Glaskörper zunehmend, Fasern verklumpen und werfen Schatten auf die Netzhaut. Diese wahrgenommenen Pünktchen und Fäden heißen Mouches volantes. Irgendwann löst sich der Glaskörper oft von der Netzhaut ab (hintere Glaskörperabhebung) – meist harmlos, aber gelegentlich mit einem Netzhautriss verbunden. Mehr dazu im Ratgeber zu Glaskörpertrübungen und Lichtblitzen.

Die Netzhaut (Retina)

Die Netzhaut kleidet die Innenseite des hinteren Augapfels aus. Sie ist nur etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter dick und dennoch aus zehn Schichten aufgebaut. Die wichtigsten Zelltypen sind:

  • Fotorezeptoren: rund 90 bis 120 Millionen Stäbchen für das Dämmerungssehen und etwa sechs Millionen Zapfen für Farb- und Scharfsehen.
  • Bipolarzellen: Sie leiten die Signale der Rezeptoren weiter.
  • Horizontal- und Amakrinzellen: Sie verschalten benachbarte Zellen und verstärken Kontraste.
  • Ganglienzellen: Ihre Fortsätze bilden die Nervenfaserschicht und schließlich den Sehnerv.
  • Retinales Pigmentepithel: Eine einlagige Zellschicht ganz außen, die die Fotorezeptoren versorgt, verbrauchte Bestandteile abbaut und Licht absorbiert.

Die Netzhaut liegt der Aderhaut nur locker an. Gelangt Flüssigkeit durch einen Riss zwischen die Schichten, kann sie sich ablösen – ein Notfall. Auch Erkrankungen wie die diabetische Retinopathie schädigen die feinen Netzhautgefäße.

Makula und Fovea

In der Mitte der Netzhaut, etwas schläfenwärts vom Sehnervenkopf, liegt die Makula, auch gelber Fleck genannt. Ihr gelblicher Farbton stammt von den Pigmenten Lutein und Zeaxanthin. Im Zentrum der Makula befindet sich eine winzige Grube, die Fovea centralis. Hier gibt es ausschließlich dicht gepackte Zapfen, die darüberliegenden Zellschichten sind zur Seite verlagert. Nur in diesem Bereich von etwa 1,5 Millimetern Durchmesser sehen wir wirklich scharf.

Deshalb wirken sich Schäden an der Makula besonders stark aus: Lesen, Autofahren und das Erkennen von Gesichtern werden schwierig, während das Randgesichtsfeld erhalten bleibt. Mit dem Amsler-Gitter können Sie Verzerrungen im zentralen Sehen zu Hause überprüfen.

Sehnerv und Sehnervenkopf

Der Sehnerv (Nervus opticus) bündelt die etwa eine Million Fasern der Ganglienzellen eines Auges. Er verlässt das Auge am Sehnervenkopf (Papille), den die Augenärztin oder der Augenarzt bei der Spiegelung des Augenhintergrunds sehen kann. Da es hier keine Fotorezeptoren gibt, entsteht der blinde Fleck. Der Sehnerv gehört streng genommen zum zentralen Nervensystem; geschädigte Fasern wachsen nicht nach. Deshalb ist ein durch Glaukom verursachter Gesichtsfeldverlust nicht umkehrbar, sein Fortschreiten lässt sich aber durch Behandlung meist bremsen.

Hinter den Augen kreuzt ein Teil der Fasern in der Sehnervenkreuzung auf die Gegenseite, bevor die Sehbahn zur Sehrinde im Hinterkopf zieht.

Schutzorgane: Augenhöhle, Lider und Tränenapparat

Augenhöhle (Orbita)

Der Augapfel liegt geschützt in der knöchernen Augenhöhle, eingebettet in Fettgewebe, das wie ein Polster wirkt. Durch Öffnungen in der Orbita ziehen Sehnerv, Blutgefäße und die Nerven der Augenmuskeln.

Augenlider

Die Lider sind bewegliche Hautfalten mit einer festen Bindegewebsplatte (Tarsus). Der ringförmige Lidschließmuskel schließt das Auge, der Lidheber öffnet das Oberlid. Lässt dessen Kraft nach, hängt das Lid – eine Ptosis. Am Lidrand sitzen die Wimpern sowie zahlreiche Talgdrüsen (Meibom-Drüsen), die die ölige Schicht des Tränenfilms bilden und die Verdunstung bremsen. Verstopfen diese Drüsen, können ein Hagelkorn oder Lidrandentzündungen entstehen.

Mit jedem Lidschlag verteilen die Lider den Tränenfilm gleichmäßig und befördern Staub sowie verbrauchte Tränenflüssigkeit Richtung Nasenwinkel.

Tränenapparat

Der Tränenfilm besteht vereinfacht aus drei Komponenten: einer inneren Schleimschicht, einer mittleren wässrigen Schicht und einer äußeren Fettschicht. Die wässrige Komponente stammt hauptsächlich aus der Tränendrüse, die im oberen äußeren Bereich der Augenhöhle liegt, sowie aus kleinen Zusatzdrüsen in der Bindehaut.

Die Tränenflüssigkeit fließt über die Augenoberfläche zum inneren Lidwinkel. Dort wird sie über zwei kleine Öffnungen, die Tränenpünktchen, aufgenommen und über die Tränenkanälchen in den Tränensack geleitet. Von dort gelangt sie durch den Tränennasengang in die Nase – deshalb läuft beim Weinen auch die Nase. Ist der Abfluss blockiert, tränt das Auge ständig.

Die sechs äußeren Augenmuskeln

Jedes Auge wird von sechs äußeren Muskeln bewegt, die an der Lederhaut ansetzen. Vier davon sind gerade Muskeln, zwei sind schräg verlaufende Muskeln. Gesteuert werden sie von drei Hirnnerven.

MuskelHauptbewegungHirnnerv
Oberer gerader Augenmuskel (M. rectus superior)Hebung, zusätzlich EinwärtsrollenN. oculomotorius (III)
Unterer gerader Augenmuskel (M. rectus inferior)Senkung, zusätzlich AuswärtsrollenN. oculomotorius (III)
Innerer gerader Augenmuskel (M. rectus medialis)Blick zur NaseN. oculomotorius (III)
Äußerer gerader Augenmuskel (M. rectus lateralis)Blick zur SchläfeN. abducens (VI)
Oberer schräger Augenmuskel (M. obliquus superior)Einwärtsrollen, Senkung (besonders beim Blick zur Nase)N. trochlearis (IV)
Unterer schräger Augenmuskel (M. obliquus inferior)Auswärtsrollen, Hebung (besonders beim Blick zur Nase)N. oculomotorius (III)

Damit Sie nicht doppelt sehen, müssen die zwölf Muskeln beider Augen perfekt zusammenarbeiten. Das Gehirn koordiniert sie so, dass beide Augen stets auf dasselbe Ziel gerichtet sind. Gelingt das nicht, entsteht Schielen oder es treten Doppelbilder auf. Plötzliche Doppelbilder können auf eine Lähmung eines Hirnnervs hindeuten und müssen rasch abgeklärt werden.

Augenbewegungsübungen wie das langsame Nachfahren einer liegenden Acht können bei angestrengten Augen als Entspannungspause angenehm sein. Sie verändern aber weder die Form des Augapfels noch heilen sie Fehlsichtigkeiten oder Augenkrankheiten.

Wann Sie Ihre Augen untersuchen lassen sollten

Viele Erkrankungen der beschriebenen Strukturen verlaufen lange ohne Beschwerden, etwa das Glaukom oder frühe Netzhautschäden bei Diabetes. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind daher wichtig – vor allem ab 40, bei Diabetes, Bluthochdruck, starker Kurzsichtigkeit oder Augenerkrankungen in der Familie. Lassen Sie sich zeitnah untersuchen, wenn Sie ein dauerhaft gerötetes oder tränendes Auge, ein hängendes Lid, zunehmend verschwommenes Sehen oder Verzerrungen bemerken.

Sofort in die Augenklinik oder Notaufnahme bei: plötzlichem Sehverlust, einem Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld, plötzlich vielen neuen schwarzen Punkten mit Lichtblitzen, starken Augenschmerzen mit Rötung, Kopfschmerz und Übelkeit, plötzlichen Doppelbildern, Verätzungen sowie jeder Verletzung mit einem spitzen Gegenstand. Bei Verätzungen das Auge sofort ausgiebig mit Wasser spülen und dann ärztliche Hilfe holen.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß ist das menschliche Auge?

Beim Erwachsenen misst der Augapfel von vorn nach hinten etwa 24 Millimeter und wiegt rund sieben bis acht Gramm. Bei Kurzsichtigen ist er oft etwas länger, bei Weitsichtigen kürzer. Bei Neugeborenen ist er deutlich kleiner und wächst in den ersten Lebensjahren rasch.

Welcher Teil des Auges ist für die Augenfarbe verantwortlich?

Die Regenbogenhaut (Iris). Ihre Farbe hängt davon ab, wie viel Melanin sie enthält und wie das Licht im Gewebe gestreut wird. Viel Melanin ergibt braune, wenig Melanin blaue oder graue Augen.

Was ist der Unterschied zwischen Hornhaut und Bindehaut?

Die Hornhaut ist das klare, gewölbte Fenster vor Iris und Pupille und bricht das Licht. Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut, die das Weiße des Auges und die Lidinnenseiten überzieht. Eine gerötete Bindehaut ist meist harmlos, eine schmerzhafte Hornhautentzündung dagegen oft ernst.

Was ist die Makula?

Die Makula ist ein kleiner Bereich in der Netzhautmitte, der für das scharfe, zentrale Sehen zuständig ist. In ihrem Zentrum, der Fovea, liegen besonders viele Zapfen. Ohne funktionierende Makula wird das Lesen und Erkennen von Gesichtern schwierig.

Wie viele Muskeln bewegen ein Auge?

Sechs äußere Augenmuskeln: vier gerade und zwei schräge. Sie werden von drei Hirnnerven gesteuert. Zusätzlich gibt es innere Muskeln für Pupille und Linse sowie den Lidheber.

Woher kommen die Tränen und wohin fließen sie?

Die wässrige Tränenflüssigkeit stammt vor allem aus der Tränendrüse oberhalb des äußeren Augenwinkels. Sie fließt über das Auge zum inneren Lidwinkel, wird dort über die Tränenpünktchen aufgenommen und gelangt über den Tränennasengang in die Nase.

Kann sich der Sehnerv erholen?

Abgestorbene Sehnervenfasern wachsen nicht nach, weil der Sehnerv zum zentralen Nervensystem gehört. Bei manchen Entzündungen erholt sich die Funktion aber teilweise oder ganz, weil die Fasern nur vorübergehend gestört waren. Beim Glaukom geht es darum, weiteren Schaden durch frühe Behandlung zu verhindern.

Warum hat das Auge einen blinden Fleck?

An der Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt, gibt es keine Lichtsinneszellen. Das Gehirn ergänzt die Lücke, und das zweite Auge deckt den Bereich ab, sodass Sie den blinden Fleck im Alltag nicht bemerken.

Quellen
  • American Academy of Ophthalmology – Parts of the Eye (patient information)
  • National Eye Institute (NEI) – How the Eyes Work
  • Grehn F – Augenheilkunde, Springer (Lehrbuch)
  • Lang GK – Augenheilkunde, Thieme (Lehrbuch)
  • Schünke M, Schulte E, Schumacher U – Prometheus LernAtlas der Anatomie, Kopf, Hals und Neuroanatomie
  • Remington LA – Clinical Anatomy and Physiology of the Visual System, Elsevier

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