Atempause
Ein Kreis führt Sie durch ruhiges Atmen: 4 s ein, 2 s halten, 6 s aus – mit sanft geschlossenen Augen.
Bei der Atempause führt Sie ein ruhig pulsierender Kreis durch einen langsamen Atemrhythmus: vier Sekunden einatmen, während der Kreis wächst, zwei Sekunden halten und sechs Sekunden ausatmen, während er schrumpft. Die Augen sind dabei sanft geschlossen oder ruhen mit weichem, unscharfem Blick auf dem Kreis. Sie können die Übung so lange laufen lassen, wie es Ihnen guttut.
Langsames Atmen mit verlängerter Ausatmung wird häufig genutzt, um zur Ruhe zu kommen. Viele Menschen spüren dabei, wie Anspannung in Gesicht, Stirn und Augenpartie nachlässt. Gerade bei Stress neigen wir dazu, die Augen zusammenzukneifen, die Stirn zu runzeln und den Atem anzuhalten. Die Atempause wirkt dem entgegen und bietet nach intensiver Bildschirmarbeit eine echte Auszeit. Mehr über die Verbindung von Stress und Augen lesen Sie im Ratgeber.
Die Übung ist eine Entspannungsmethode, keine Augentherapie. Sie verändert weder Sehschärfe noch Augendruck nachweislich. Als Baustein einer Abendroutine oder in Kombination mit Palmieren kann sie aber helfen, den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
So geht’s
- Setzen Sie sich bequem und aufrecht hin, die Füße stehen fest auf dem Boden.
- Schließen Sie die Augen sanft oder lassen Sie den Blick weich auf dem Kreis ruhen.
- Atmen Sie vier Sekunden durch die Nase ein, während der Kreis wächst.
- Halten Sie den Atem zwei Sekunden lang locker an.
- Atmen Sie sechs Sekunden langsam aus, während der Kreis schrumpft.
- Wiederholen Sie den Rhythmus für einige Minuten und öffnen Sie dann langsam die Augen.
Wobei es hilft
- Hilft, Anspannung in Gesicht und Augenpartie zu lösen
- Ruhiger Rhythmus mit verlängerter Ausatmung zum Abschalten
- Echte Pause von visuellen Reizen
- Gut kombinierbar mit Palmieren oder als Abendritual
Tipps
- Fällt das Anhalten schwer, lassen Sie die Pause einfach weg.
- Drei bis fünf Minuten wirken oft deutlich entspannender als eine.
- Abends die Bildschirmhelligkeit stark reduzieren.
Achtung: Wenn Ihnen schwindelig wird, atmen Sie normal weiter und beenden Sie die Übung. Bei Atemwegs- oder Herzerkrankungen passen Sie den Rhythmus an und halten den Atem nicht an.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Ausatmung länger?
Eine verlängerte Ausatmung wird häufig als besonders beruhigend empfunden und wird in vielen Entspannungsmethoden genutzt.
Muss ich die Augen schließen?
Nicht unbedingt. Sie können auch mit weichem, unscharfem Blick auf den Kreis schauen. Geschlossene Augen bieten aber eine echte Reizpause.
Senkt die Übung den Augendruck?
Dafür gibt es keine verlässlichen Belege. Ein Glaukom muss augenärztlich behandelt werden.