Augengymnastik

Fehlsichtigkeiten

Fehlsichtigkeiten erklärt: Kurz-, Weit-, Alterssichtigkeit und mehr

Kurzsichtig, weitsichtig oder Hornhautverkrümmung? Dieser Überblick erklärt die wichtigsten Fehlsichtigkeiten, wie sie gemessen werden und welche Korrekturmöglichkeiten es gibt.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit Redaktion

Fehlsichtigkeiten sind die häufigste Ursache für verschwommenes Sehen – und zugleich die am einfachsten zu behebende. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören nicht korrigierte Fehlsichtigkeiten weltweit zu den Hauptursachen für Sehbeeinträchtigungen, obwohl eine passende Brille oft genügt. In Deutschland trägt die Mehrheit der Erwachsenen eine Brille oder Kontaktlinsen, zumindest zeitweise, spätestens ab Mitte 40 zum Lesen.

Eine Fehlsichtigkeit (Refraktionsfehler, Ametropie) ist keine Krankheit im engeren Sinn, sondern eine Abweichung in der Optik des Auges. In diesem Überblick erfahren Sie, welche Formen es gibt, wie sie entstehen, wie sie gemessen werden und welche Korrekturmöglichkeiten zur Wahl stehen. Zu jeder Form finden Sie weiterführende, ausführliche Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Fehlsichtigkeit passen Augenlänge und Brechkraft von Hornhaut und Linse nicht genau zusammen; das Licht wird nicht exakt auf der Netzhaut gebündelt.
  • Die wichtigsten Formen sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Alterssichtigkeit; dazu kommt die Anisometropie (ungleiche Werte beider Augen).
  • Gemessen wird die Fehlsichtigkeit in Dioptrien (dpt).
  • Brille, Kontaktlinsen und refraktive Chirurgie können Fehlsichtigkeiten korrigieren, aber nicht „heilen“.
  • Augenübungen verändern die Optik des Auges nicht und ersetzen keine Sehhilfe.
  • Bei Kindern ist eine frühzeitige Korrektur wichtig, um Schwachsichtigkeit zu verhindern.

Wie ein normalsichtiges Auge funktioniert

Damit Sie scharf sehen, müssen Hornhaut und Linse das einfallende Licht so brechen, dass es sich genau auf der Netzhaut sammelt. Ein Auge, bei dem das in entspanntem Zustand für die Ferne gelingt, heißt normalsichtig (emmetrop). Für nahe Gegenstände erhöht die Linse durch Akkommodation ihre Brechkraft. Wie dieser Vorgang im Detail abläuft, beschreibt unser Ratgeber Wie Sehen funktioniert.

Entscheidend ist das Zusammenspiel von zwei Größen: der Brechkraft des optischen Systems (rund 60 Dioptrien) und der Länge des Augapfels (beim Erwachsenen etwa 24 Millimeter). Schon eine Abweichung der Augenlänge um einen Millimeter entspricht etwa drei Dioptrien Fehlsichtigkeit. Kein Wunder also, dass perfekt normalsichtige Augen eher die Ausnahme als die Regel sind.

Die wichtigsten Fehlsichtigkeiten im Überblick

FehlsichtigkeitUrsacheTypische BeschwerdenKorrektur (Vorzeichen)
Kurzsichtigkeit (Myopie)Auge zu lang oder Brechkraft zu stark; Brennpunkt vor der NetzhautFerne unscharf, Nähe scharf; Zusammenkneifen der AugenZerstreuungslinse (Minus)
Weitsichtigkeit (Hyperopie)Auge zu kurz oder Brechkraft zu schwach; Brennpunkt hinter der NetzhautNähe anstrengend, Kopfschmerzen; bei höheren Werten auch Ferne unscharfSammellinse (Plus)
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)ungleichmäßige Wölbung von Hornhaut oder Linseverzerrtes, unscharfes Sehen in allen EntfernungenZylinderglas (torisch)
Alterssichtigkeit (Presbyopie)nachlassende Elastizität der Linse ab etwa 40–45 JahrenLesen in normaler Entfernung schwierigNahzusatz (Plus, „Addition“)
Anisometropiedeutlich unterschiedliche Werte beider AugenAnstrengung, Probleme beim beidäugigen Sehen; bei Kindern Schwachsichtigkeitindividuell, oft Kontaktlinsen

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Kurzsichtige sehen in der Nähe gut, in der Ferne jedoch verschwommen. Meist ist der Augapfel zu lang, sodass sich das Licht schon vor der Netzhaut bündelt. Kurzsichtigkeit beginnt typischerweise im Schulalter und nimmt bis ins junge Erwachsenenalter zu. Neben den Genen spielen Umweltfaktoren eine große Rolle – vor allem viel Naharbeit und wenig Zeit im Tageslicht. Weltweit nimmt die Kurzsichtigkeit deutlich zu.

Eine hohe Kurzsichtigkeit (meist ab etwa −6 Dioptrien) ist nicht nur lästig, sondern erhöht das Risiko für Netzhautablösung, Grünen Star und Schäden an der Makula. Deshalb gibt es heute Methoden, das Fortschreiten bei Kindern zu bremsen. Alles dazu im ausführlichen Ratgeber zur Kurzsichtigkeit.

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Bei Weitsichtigkeit ist das Auge meist zu kurz, der Brennpunkt liegt hinter der Netzhaut. Junge Menschen können das oft durch Anspannung der Linse (Akkommodation) ausgleichen – sie sehen scharf, strengen sich aber dauerhaft an. Das kann zu Kopfschmerzen, brennenden Augen und Konzentrationsproblemen beim Lesen führen. Mit zunehmendem Alter gelingt der Ausgleich immer weniger, und die Weitsichtigkeit wird spürbar.

Fast alle Babys sind leicht weitsichtig; das wächst sich normalerweise aus. Höhere Werte bei Kindern können jedoch Einwärtsschielen und Schwachsichtigkeit verursachen. Details erklärt der Ratgeber zur Weitsichtigkeit.

Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit werden oft verwechselt. Weitsichtigkeit ist eine Frage der Augenlänge und kann in jedem Alter bestehen. Alterssichtigkeit ist ein natürlicher Alterungsprozess der Linse, der jeden betrifft – auch Kurzsichtige.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Bei einer Hornhautverkrümmung ist die Hornhaut nicht gleichmäßig rund gewölbt wie ein Fußball, sondern eher wie ein Rugbyball – in einer Richtung stärker als in der anderen. Dadurch wird ein Punkt nicht als Punkt, sondern als Strich oder verzerrter Fleck abgebildet. Seltener liegt die Ursache in der Linse. Ein geringer Astigmatismus ist sehr verbreitet und oft ohne Beschwerden; höhere Werte führen zu unscharfem, verzerrtem Sehen in allen Entfernungen, Blendung bei Nacht und schneller Ermüdung.

Korrigiert wird der Astigmatismus mit Zylindergläsern oder torischen Kontaktlinsen. Eine sich verstärkende, unregelmäßige Hornhautverkrümmung bei jungen Menschen kann auf einen Keratokonus hinweisen. Mehr im Ratgeber zur Hornhautverkrümmung.

Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Etwa ab dem 40. bis 45. Lebensjahr bemerken die meisten Menschen, dass sie Speisekarten oder Handydisplays weiter weghalten müssen. Die Augenlinse verliert mit den Jahren ihre Elastizität und kann sich nicht mehr ausreichend runden. Die Alterssichtigkeit nimmt bis etwa zum 60. Lebensjahr zu und betrifft ausnahmslos alle Menschen – Normalsichtige, Kurz- und Weitsichtige.

Lösungen reichen von der einfachen Lesebrille über Gleitsichtbrillen und Multifokal-Kontaktlinsen bis zu operativen Verfahren. Ein ausführlicher Überblick findet sich im Ratgeber zur Alterssichtigkeit.

Anisometropie: wenn beide Augen verschieden sind

Von Anisometropie spricht man, wenn sich die Werte beider Augen deutlich unterscheiden – als Faustregel um eine Dioptrie oder mehr. Ein Auge kann zum Beispiel normalsichtig, das andere stark kurzsichtig sein. Bei Erwachsenen führt das oft zu Anstrengung, weil die Brillengläser unterschiedlich große Netzhautbilder erzeugen (Aniseikonie). Ab einem Unterschied von etwa zwei bis drei Dioptrien werden Brillen häufig schlecht vertragen; Kontaktlinsen sind dann oft die bessere Lösung, weil sie die Bildgrößen weniger verzerren.

Besonders wichtig ist die Anisometropie bei Kindern. Weil das schwächere Auge dauerhaft ein unscharfes Bild liefert, kann das Gehirn es „abschalten“. Es entsteht eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie), oft ohne dass Eltern etwas bemerken, da das Kind mit dem besseren Auge gut sieht. Nur bei früher Entdeckung lässt sich die Amblyopie gut behandeln, meist mit Brille und Abkleben des besseren Auges. Mehr dazu im Ratgeber zu Schielen und Schwachsichtigkeit.

Wie Fehlsichtigkeiten festgestellt werden

Die genaue Bestimmung der Fehlsichtigkeit heißt Refraktion. Sie erfolgt beim Augenarzt oder Augenoptiker und umfasst meist mehrere Schritte:

  1. Sehschärfeprüfung: Lesen von Buchstaben oder Zahlen auf einer Sehtafel, getrennt für jedes Auge.
  2. Objektive Messung: Ein Autorefraktometer misst die ungefähren Werte automatisch. Bei Kindern nutzt man oft die Skiaskopie, bei der die Lichtreflexe aus dem Auge beobachtet werden.
  3. Subjektiver Abgleich: Mit Messbrille oder Phoropter werden verschiedene Gläser vorgehalten, bis das schärfste und angenehmste Bild erreicht ist.
  4. Hornhautmessung: Keratometrie oder Hornhauttopografie erfasst Wölbung und Unregelmäßigkeiten, wichtig bei Astigmatismus, Kontaktlinsen und vor Operationen.
  5. Tropfen bei Kindern: Bei Kindern und jungen Weitsichtigen wird die Akkommodation mit Augentropfen vorübergehend ausgeschaltet (Zykloplegie), um versteckte Weitsichtigkeit aufzudecken.

Eine augenärztliche Untersuchung geht über die Refraktion hinaus: Dabei werden auch Augeninnendruck, Linse, Netzhaut und Sehnerv beurteilt. Was bei einer solchen Untersuchung passiert, erklärt unser Ratgeber zu Augenuntersuchungen. Online-Sehtests können einen Hinweis geben, ersetzen diese Untersuchung aber nicht.

Wie Sie Ihre Brillenwerte lesen

Ein Brillenpass enthält typischerweise die Angaben Sphäre (sph), Zylinder (cyl), Achse (A), gegebenenfalls Addition (add) und Prisma. Minuswerte bei der Sphäre bedeuten Kurzsichtigkeit, Pluswerte Weitsichtigkeit. Zylinder und Achse beschreiben Stärke und Richtung der Hornhautverkrümmung, die Addition den Nahzusatz bei Alterssichtigkeit. Eine Schritt-für-Schritt-Erklärung finden Sie im Ratgeber Brillenwerte verstehen.

Korrekturmöglichkeiten im Vergleich

MethodeVorteileNachteileGeeignet für
Brillesicher, einfach, für fast alle Fehlsichtigkeiten, keine Berührung des AugesGesichtsfeldrand eingeschränkt, beschlägt, bei hohen Werten dicke Gläseralle Altersgruppen
Kontaktlinsennatürliches Blickfeld, gut bei Sport und AnisometropieHygiene erforderlich, Infektionsrisiko, nicht jeder verträgt sieJugendliche und Erwachsene, teils Kinder
Laserverfahren (LASIK, SMILE, PRK/LASEK)dauerhafte Brillenfreiheit für die Ferne möglichOperationsrisiken, trockene Augen, nicht für jede Hornhaut geeignet, meist SelbstzahlerleistungErwachsene mit stabilen Werten
Linsenimplantate (phake Linsen, Linsentausch)auch für hohe Werteintraokularer Eingriff mit entsprechenden Risikenhohe Fehlsichtigkeit, Alterssichtigkeit, beginnender Grauer Star
Orthokeratologietagsüber ohne Sehhilfe, bremst Myopie bei Kinderntägliches nächtliches Tragen nötig, Wirkung reversibelKinder und Erwachsene mit geringer bis mittlerer Myopie

Brille

Die Brille ist die einfachste und sicherste Korrektur. Moderne Gläser gibt es als Einstärken-, Gleitsicht- oder Arbeitsplatzgläser, in hochbrechenden Materialien für dünnere Gläser und mit verschiedenen Beschichtungen. Das Tragen einer Brille macht die Augen nicht „schwächer“ – dies ist ein verbreiteter Irrtum.

Kontaktlinsen

Weiche Kontaktlinsen sind am verbreitetsten, formstabile Linsen bieten bei unregelmäßiger Hornhaut oft die beste Sehqualität. Entscheidend ist eine fachgerechte Anpassung und konsequente Hygiene, denn verunreinigte Linsen können gefährliche Hornhautinfektionen verursachen. Mehr im Ratgeber zu Kontaktlinsen.

Refraktive Chirurgie

Operative Verfahren verändern entweder die Hornhautform per Laser oder ersetzen bzw. ergänzen die natürliche Linse. Voraussetzung sind stabile Werte über mindestens ein bis zwei Jahre, eine ausreichend dicke und gesunde Hornhaut und gesunde Augen. Wichtig zu wissen: Eine Laserkorrektur verhindert nicht die Alterssichtigkeit, und bei hoher Kurzsichtigkeit bleibt das erhöhte Risiko für Netzhauterkrankungen auch nach der Operation bestehen, da die Augenlänge unverändert bleibt. Einen Überblick gibt der Ratgeber zu Augenoperationen.

Vorsicht bei Heilversprechen: Angebote, die versprechen, Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit durch Augentraining dauerhaft zu beseitigen, sind wissenschaftlich nicht belegt. Augenübungen können bei müden Augen entspannen und bei bestimmten Störungen des beidäugigen Sehens unter Anleitung helfen, die Optik des Auges verändern sie aber nicht.

Fehlsichtigkeiten bei Kindern

Kinder klagen selten über schlechtes Sehen, weil sie keinen Vergleich haben. Achten Sie auf Hinweise wie häufiges Augenreiben, Zusammenkneifen der Augen, sehr nahes Herangehen an Bücher oder Bildschirme, Kopfschiefhaltung, Schielen oder Probleme beim Lesenlernen. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt enthalten Sehtests; bei familiärer Belastung, Auffälligkeiten oder Frühgeburt ist eine frühe augenärztliche Untersuchung sinnvoll.

Zwei Stunden Tageslicht im Freien pro Tag gelten nach aktuellem Forschungsstand als einfache, wirksame Maßnahme, um das Risiko für Kurzsichtigkeit bei Kindern zu senken. Hintergründe liefert der Artikel Zeit im Freien als Schutz vor Kurzsichtigkeit.

Wann Sie zum Augenarzt sollten

Lassen Sie Ihre Augen untersuchen, wenn Sie in der Ferne oder Nähe unscharf sehen, häufig Kopfschmerzen nach Lese- oder Bildschirmarbeit haben, nachts stark geblendet werden oder Ihre Brille nicht mehr ausreicht. Kinder sollten spätestens vor der Einschulung, bei Auffälligkeiten deutlich früher, augenärztlich untersucht werden. Erwachsene ab 40 sollten ihre Augen regelmäßig kontrollieren lassen, auch wegen des Glaukom-Risikos.

Kein Fall für die Brille, sondern ein Notfall: Plötzlich auftretendes verschwommenes Sehen oder Sehverlust, ein Schatten im Gesichtsfeld, Lichtblitze mit vielen neuen schwarzen Punkten, plötzliche Doppelbilder oder starke Augenschmerzen mit Rötung erfordern sofortige ärztliche Abklärung in einer Augenklinik oder Notaufnahme. Auch eine rasch wechselnde Sehschärfe kann auf eine Allgemeinerkrankung wie Diabetes hinweisen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Dioptrie?

Die Dioptrie ist die Maßeinheit für die Brechkraft einer Linse. Sie entspricht dem Kehrwert der Brennweite in Metern. Minuswerte stehen für Kurzsichtigkeit, Pluswerte für Weitsichtigkeit oder einen Nahzusatz.

Kann man gleichzeitig kurzsichtig und alterssichtig sein?

Ja, und das ist sehr häufig. Die Alterssichtigkeit betrifft jeden ab etwa 40 bis 45 Jahren. Kurzsichtige können dann oft ohne Brille lesen, brauchen aber für die Ferne weiterhin eine Korrektur – häufig in Form einer Gleitsichtbrille.

Macht das Tragen einer Brille die Augen schlechter?

Nein. Eine Brille verändert die Augen nicht, sie korrigiert nur die Optik. Dass sich viele ohne Brille schlechter fühlen, liegt daran, dass man sich an das scharfe Sehen gewöhnt. Bei Kindern verhindert die richtige Brille sogar eine Schwachsichtigkeit.

Können Augenübungen eine Fehlsichtigkeit heilen?

Nein. Fehlsichtigkeiten beruhen auf der Länge des Auges und der Form von Hornhaut und Linse. Übungen können bei müden Augen entspannen und bei bestimmten Problemen des beidäugigen Sehens helfen, sie ersetzen aber keine Brille.

Ab welchem Alter ist eine Laser-OP möglich?

In der Regel ab etwa 18 Jahren, wenn sich die Werte über mindestens ein bis zwei Jahre nicht mehr verändert haben. Zusätzlich müssen Hornhautdicke, Hornhautform und Augengesundheit passen. Ob ein Eingriff sinnvoll ist, klärt eine ausführliche Voruntersuchung.

Was ist Anisometropie und warum ist sie bei Kindern wichtig?

Anisometropie bedeutet, dass beide Augen deutlich unterschiedliche Werte haben. Bei Kindern kann das schwächere Auge schwachsichtig werden, ohne dass es auffällt, weil das bessere Auge gut sieht. Früh erkannt, lässt sich das gut behandeln.

Wie oft sollte die Brillenstärke überprüft werden?

Bei Kindern mit Fehlsichtigkeit meist jährlich oder nach augenärztlicher Empfehlung, da sich die Werte schnell ändern können. Erwachsene sollten ihre Werte etwa alle ein bis zwei Jahre prüfen lassen oder früher, wenn sich das Sehen verschlechtert.

Sind Online-Sehtests zuverlässig?

Sie können einen ersten Hinweis geben, ob die Sehschärfe nachgelassen hat. Für eine genaue Brillenbestimmung und die Beurteilung der Augengesundheit sind sie aber kein Ersatz für eine Untersuchung beim Augenarzt oder Augenoptiker.

Quellen
  • World Health Organization – World report on vision (2019)
  • American Academy of Ophthalmology – Refractive Errors Preferred Practice Pattern
  • National Eye Institute (NEI) – Refractive Errors
  • NHS – Short-sightedness, Long-sightedness, Astigmatism (Health A–Z)
  • Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) – Patienteninformationen und Stellungnahmen zur refraktiven Chirurgie
  • International Myopia Institute (IMI) – White papers

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