Augengymnastik

Untersuchung & Behandlung

Augenoperationen im Überblick: Verfahren, Eignung und Risiken

Ein sachlicher Überblick über refraktive Chirurgie, Katarakt-, Glaukom- und Netzhautoperationen: wie die Eingriffe ablaufen, wer dafür infrage kommt und mit welchen Risiken zu rechnen ist.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit Redaktion

Die Augenchirurgie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm entwickelt. Die Operation des grauen Stars gehört heute zu den häufigsten Eingriffen überhaupt, Laserverfahren befreien viele Menschen von Brille oder Kontaktlinsen, und bei Netzhauterkrankungen können Eingriffe das Sehvermögen retten, die früher undenkbar waren. Gleichzeitig ist jede Operation am Auge ein Eingriff an einem empfindlichen Organ – mit Chancen, aber auch mit Risiken, die man kennen sollte.

Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Operationsarten in vier Gruppen: Eingriffe zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten (refraktive Chirurgie), die Kataraktoperation, Glaukomoperationen und Eingriffe an der Netzhaut. Er ersetzt kein Beratungsgespräch, hilft Ihnen aber, die richtigen Fragen zu stellen und Werbeversprechen realistisch einzuordnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Refraktive Eingriffe wie LASIK, PRK, SMILE, ICL oder Linsentausch sind Wahleingriffe: Sie korrigieren Fehlsichtigkeit, heilen aber keine Augenkrankheit, und nicht jeder ist geeignet.
  • Die Kataraktoperation ersetzt die getrübte Linse durch eine Kunstlinse und gilt als sehr sicher und wirksam.
  • Glaukomoperationen senken den Augeninnendruck, um weiteren Schaden am Sehnerv zu verhindern; verlorenes Sehen kehrt nicht zurück.
  • Netzhauteingriffe reichen von Laser und Injektionen bis zur Vitrektomie und sind bei Ablösung oder Makulaerkrankungen oft dringend.
  • Eine gründliche Voruntersuchung und ein ehrliches Aufklärungsgespräch sind wichtiger als der Preis oder die Technik.

Refraktive Chirurgie: Leben ohne Brille?

Refraktive Eingriffe verändern die Brechkraft des Auges, damit Licht ohne Brille scharf auf die Netzhaut fällt. Sie eignen sich für Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Wichtig zu verstehen: Die Operation verändert die Optik, nicht das Auge selbst. Ein stark kurzsichtiges Auge bleibt anatomisch lang und behält damit ein erhöhtes Risiko für Netzhautprobleme, regelmäßige Kontrollen bleiben also nötig. Auch die Alterssichtigkeit wird durch eine Laserbehandlung der Ferne nicht aufgehalten.

LASIK

Bei der LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) wird mit einem Femtosekundenlaser oder einem feinen Messer ein dünnes Scheibchen der Hornhaut (Flap) präpariert und zur Seite geklappt. Ein Excimerlaser trägt anschließend Gewebe darunter ab und formt die Hornhaut neu, danach wird der Flap zurückgelegt. Der Eingriff dauert pro Auge nur wenige Minuten, das Sehen ist meist schon am nächsten Tag gut, und die Schmerzen sind gering. Nachteile sind der Flap, der bei starken Schlägen aufs Auge theoretisch verrutschen kann, und eine häufig vorübergehende Verstärkung trockener Augen.

PRK, LASEK und Trans-PRK

Bei den Oberflächenverfahren wird kein Flap geschnitten. Die oberste Zellschicht der Hornhaut (Epithel) wird entfernt, mechanisch, mit Alkohol oder direkt per Laser (Trans-PRK), und der Laser formt dann die Oberfläche. Das Epithel wächst in einigen Tagen nach. Die ersten Tage sind schmerzhafter, und die volle Sehschärfe stellt sich langsamer ein, oft erst nach Wochen. Dafür bleibt mehr stabile Hornhaut erhalten. Oberflächenverfahren sind daher eine Option bei dünner Hornhaut und für Menschen mit Kontaktsportarten oder in Berufen mit Verletzungsrisiko.

SMILE

Bei SMILE (Small Incision Lenticule Extraction) schneidet ein Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut ein kleines linsenförmiges Gewebestück (Lentikel) aus, das durch einen Schnitt von wenigen Millimetern entfernt wird. Es gibt keinen großen Flap. Möglicherweise treten trockene Augen etwas seltener auf als nach LASIK, die Sehergebnisse sind nach bisherigen Studien vergleichbar. SMILE ist vor allem für Kurzsichtigkeit mit oder ohne Hornhautverkrümmung etabliert. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Artikel LASIK, PRK oder SMILE?.

Implantierbare Kontaktlinse (ICL, phake Linse)

Bei einer phaken Intraokularlinse wird eine dünne Kunstlinse zusätzlich ins Auge eingesetzt, meist zwischen Regenbogenhaut und eigener Linse; die natürliche Linse bleibt erhalten. Das Verfahren eignet sich besonders bei hoher Kurzsichtigkeit oder dünner Hornhaut, wenn ein Laser zu viel Gewebe abtragen müsste. Die Linse kann bei Bedarf wieder entfernt werden. Zu den möglichen Risiken gehören ein Druckanstieg, eine frühere Linsentrübung und Verluste von Hornhautendothelzellen, weshalb lebenslange Kontrollen wichtig sind.

Refraktiver Linsentausch (RLE)

Beim refraktiven Linsentausch wird die eigene, noch klare Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt – technisch wie bei der Kataraktoperation. Er kommt vor allem für Menschen ab etwa 45 bis 50 Jahren mit starker Weitsichtigkeit oder beginnender Alterssichtigkeit infrage. Mit Multifokal- oder EDOF-Linsen kann man auch für die Nähe unabhängiger von der Brille werden, nimmt dafür aber häufig Halos und Blendung in der Nacht in Kauf. Ein weiterer Vorteil: Ein grauer Star kann später nicht mehr entstehen. Bei jüngeren Kurzsichtigen ist wegen des höheren Risikos einer Netzhautablösung Zurückhaltung geboten.

VerfahrenPrinzipGeeignet vor allem fürErholungTypische Nachteile
LASIKFlap plus ExcimerlaserGeringe bis mittlere Kurz-, Weitsichtigkeit, Astigmatismus1–2 TageTrockene Augen, Flap-Komplikationen selten
PRK / Trans-PRKLaser auf der HornhautoberflächeDünne Hornhaut, KontaktsportMehrere Tage, volle Schärfe nach WochenSchmerzen in den ersten Tagen, Narbenbildung selten
SMILELentikel durch kleinen SchnittKurzsichtigkeit mit oder ohne Astigmatismus1–3 TageNachkorrektur aufwendiger
ICLZusätzliche Linse im AugeHohe Kurzsichtigkeit, dünne HornhautWenige TageOperation im Augeninneren, Druckanstieg, Katarakt
LinsentauschEigene Linse durch Kunstlinse ersetztAb ca. 45–50, Weitsichtigkeit, AlterssichtigkeitWenige TageHalos bei Multifokallinsen, Netzhautablösung

Wer ist geeignet?

Ob ein Eingriff infrage kommt, entscheidet eine ausführliche Voruntersuchung mit Hornhauttopographie, Hornhautdickenmessung, Pupillenweite, Tränenfilmprüfung und Untersuchung der Netzhaut. Typische Voraussetzungen sind:

  • Mindestalter von 18 Jahren, besser Anfang bis Mitte zwanzig, und seit mindestens ein bis zwei Jahren stabile Brillenwerte.
  • Ausreichend dicke und regelmäßig geformte Hornhaut; ein Keratokonus schließt Laserverfahren wie LASIK aus.
  • Keine aktiven Augenerkrankungen wie unkontrolliertes Glaukom, ausgeprägtes trockenes Auge oder Entzündungen.
  • Keine Schwangerschaft oder Stillzeit, da sich die Brechkraft vorübergehend verändern kann.
  • Bestimmte Allgemeinerkrankungen wie schlecht eingestellter Diabetes oder Autoimmunerkrankungen erfordern besondere Vorsicht.
  • Realistische Erwartungen: Ziel ist weitgehende Brillenunabhängigkeit, nicht perfektes Sehen in jeder Lebenslage.

Risiken refraktiver Eingriffe

Die meisten Patienten sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mögliche Probleme sind dennoch: trockene Augen, die meist innerhalb von Monaten abklingen, aber anhalten können; Blendung, Halos und Sternchen in der Nacht; Unter- oder Überkorrektur mit Notwendigkeit einer Nachbehandlung; Infektionen; selten eine fortschreitende Vorwölbung der Hornhaut (Ektasie). Seriöse Zentren nehmen sich Zeit für die Aufklärung, raten bei grenzwertigen Befunden auch einmal ab und drängen nicht mit Rabatten zu schnellen Entscheidungen. In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Wahleingriffe in der Regel nicht.

Kataraktoperation: Behandlung des grauen Stars

Beim grauen Star (Katarakt) trübt sich die Augenlinse, meist altersbedingt. Man sieht verschwommen, wie durch einen Schleier, ist stärker geblendet und nimmt Farben blasser wahr. Eine wirksame Behandlung mit Tropfen oder Übungen gibt es nicht; die einzige Therapie ist die Operation. Sie wird empfohlen, wenn die Sehminderung den Alltag beeinträchtigt, etwa beim Lesen oder Autofahren.

Der Eingriff erfolgt meist ambulant und in örtlicher Betäubung mit Tropfen. Über einen winzigen Schnitt wird die trübe Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt (Phakoemulsifikation), danach wird eine gefaltete Kunstlinse in den erhaltenen Kapselsack eingesetzt. Der Eingriff dauert oft nur 15 bis 30 Minuten. Das zweite Auge wird in der Regel einige Tage oder Wochen später operiert.

Welche Kunstlinse?

  • Monofokale Linse: Standardlinse, scharf für eine Entfernung, meist die Ferne; für die Nähe braucht man eine Lesebrille. Sie wird von den gesetzlichen Kassen bezahlt.
  • Torische Linse: Korrigiert zusätzlich eine Hornhautverkrümmung.
  • Multifokale und EDOF-Linsen: Ermöglichen Sehen in mehreren Entfernungen, können aber Halos und Kontrastverlust verursachen. Zuzahlungen sind üblich.

Das Risiko schwerer Komplikationen ist gering. Zu den möglichen Problemen zählen ein Nachstar (Trübung der Linsenkapsel, die mit einem kurzen YAG-Laser beseitigt wird), Schwellungen der Makula, Druckanstieg und sehr selten eine Infektion im Augeninneren (Endophthalmitis) oder eine Netzhautablösung. Was Sie vor und nach dem Eingriff erwartet, beschreibt der Artikel Kataraktoperation: was Sie erwartet.

Glaukomoperationen

Beim Glaukom wird der Sehnerv geschädigt, meist im Zusammenhang mit einem zu hohen Augeninnendruck. Alle Behandlungen zielen darauf, den Druck zu senken und so das Fortschreiten zu bremsen; bereits verlorenes Gesichtsfeld lässt sich nicht zurückgewinnen. Erste Wahl sind meist drucksenkende Augentropfen. Wenn sie nicht ausreichen, nicht vertragen werden oder die Anwendung im Alltag schwierig ist, kommen Laser und Operation infrage.

VerfahrenWie es wirktWann eingesetzt
Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)Laser verbessert den Abfluss des KammerwassersOffenwinkelglaukom, auch als erste Behandlung möglich
YAG-IridotomieKleines Loch in der Regenbogenhaut schafft einen UmgehungswegEnger Kammerwinkel, Vorbeugung und Behandlung eines Winkelblocks
Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS)Winzige Implantate oder Eingriffe am AbflusssystemLeichtes bis mittleres Glaukom, oft kombiniert mit Kataraktoperation
TrabekulektomieNeuer Abflussweg unter die BindehautFortgeschrittenes Glaukom, wenn andere Maßnahmen nicht reichen
DrainageimplantateSchlauchsystem leitet Kammerwasser abSchwer behandelbare oder voroperierte Augen

Je stärker ein Eingriff den Druck senkt, desto höher ist in der Regel auch das Komplikationsrisiko, etwa zu niedriger Druck, Vernarbung, Infektionen oder eine schnellere Kataraktentwicklung. Auch nach einer erfolgreichen Operation sind lebenslange Kontrollen notwendig.

Eingriffe an der Netzhaut

Die Netzhaut ist die lichtempfindliche Schicht im Augeninneren. Erkrankungen hier betreffen oft direkt das zentrale Sehen und müssen manchmal sehr schnell behandelt werden.

  • Laserkoagulation: Verschließt Netzhautlöcher, bevor sich die Netzhaut ablöst, und behandelt krankhafte Gefäße bei diabetischer Retinopathie.
  • Intravitreale Injektionen: Medikamente gegen den Wachstumsfaktor VEGF werden in den Glaskörper gespritzt, etwa bei feuchter Makuladegeneration, diabetischem Makulaödem oder Venenverschlüssen. Nach örtlicher Betäubung spüren die meisten nur Druck. Die Injektionen müssen meist wiederholt werden.
  • Vitrektomie: Der Glaskörper wird mikrochirurgisch entfernt, um Zug an der Netzhaut zu lösen, Blutungen zu entfernen oder Makulalöcher und Membranen zu behandeln. Oft wird das Auge anschließend mit Gas oder Silikonöl gefüllt, was eine bestimmte Kopfhaltung erfordern kann; mit Gas im Auge darf man nicht fliegen.
  • Plombe oder Cerclage: Ein Silikonband von außen drückt die Augenwand gegen die abgelöste Netzhaut, vor allem bei jüngeren Patienten.
  • Pneumatische Retinopexie: Eine Gasblase wird injiziert und drückt die Netzhaut an; anschließend wird das Loch mit Kälte oder Laser verschlossen.

Bei einer Netzhautablösung entscheidet die Zeit: Solange die Makula noch anliegt, sind die Aussichten deutlich besser. Plötzliche Lichtblitze, ein Schwarm dunkler Punkte oder ein Schatten im Gesichtsfeld sind daher ein Notfall.

Weitere häufige Eingriffe

Daneben gibt es zahlreiche weitere Operationen: Lidkorrekturen bei hängendem Oberlid, Schieloperationen bei Kindern und Erwachsenen, die Entfernung eines Flügelfells, Hornhauttransplantationen und das Crosslinking, das bei Keratokonus das Fortschreiten bremsen kann. Für alle gilt: Nutzen und Risiken müssen individuell abgewogen werden.

Vor der Entscheidung: Fragen an Ihren Operateur

  1. Welches Verfahren empfehlen Sie mir und warum? Welche Alternativen gibt es, auch nicht-operative?
  2. Wie oft führen Sie diesen Eingriff durch, und welche Ergebnisse erzielen Sie?
  3. Welche Risiken sind in meinem Fall besonders relevant?
  4. Was passiert, wenn das Ergebnis nicht wie erwartet ausfällt, und sind Nachbehandlungen im Preis enthalten?
  5. Wie sieht die Nachsorge aus, und wie lange bin ich eingeschränkt, etwa beim Sport, Autofahren oder Arbeiten?

Tipp: Nehmen Sie sich Bedenkzeit und holen Sie bei Wahleingriffen ruhig eine Zweitmeinung ein. Augenübungen sind übrigens keine Alternative zur Operation: Sie können weder einen grauen Star noch ein Glaukom oder eine Fehlsichtigkeit heilen, auch wenn manche Anbieter das behaupten.

Nach der Operation: Warnzeichen

Melden Sie sich sofort bei Ihrer Klinik oder in der Notaufnahme, wenn nach einem Augeneingriff Folgendes auftritt: zunehmende Schmerzen, die nicht auf die empfohlenen Mittel ansprechen; deutliche Sehverschlechterung statt Besserung; zunehmende Rötung, Schwellung oder eitriges Sekret; neue Lichtblitze, Schwärme dunkler Punkte oder ein Schatten im Gesichtsfeld; Übelkeit mit starken Kopf- und Augenschmerzen. Diese Zeichen können auf eine Infektion, einen Druckanstieg oder eine Netzhautablösung hinweisen.

Benutzen Sie verordnete Augentropfen genau nach Plan, reiben Sie nicht am Auge und halten Sie die Kontrolltermine ein. Was bei echten Notfällen am Auge zu tun ist, erklärt unser Ratgeber Augennotfälle und Erste Hilfe.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter ist eine Augenlaser-Behandlung möglich?

Grundsätzlich ab 18 Jahren, sinnvoller oft ab Anfang bis Mitte zwanzig, wenn sich die Brillenwerte seit mindestens ein bis zwei Jahren nicht mehr verändert haben. Entscheidend sind Hornhautdicke, Hornhautform und die allgemeine Augengesundheit.

Ist LASIK oder SMILE besser?

Beide Verfahren erzielen nach bisherigen Studien ähnlich gute Sehergebnisse. SMILE kommt ohne großen Flap aus und verursacht möglicherweise etwas seltener trockene Augen, LASIK lässt sich leichter nachkorrigieren und deckt mehr Fehlsichtigkeiten ab. Die Wahl hängt von Ihren Augen und der Erfahrung des Zentrums ab.

Brauche ich nach einer Augenlaser-OP nie wieder eine Brille?

Für die Ferne oft lange Zeit nicht. Die Alterssichtigkeit ab Mitte vierzig tritt jedoch trotzdem auf, sodass später meist eine Lesebrille nötig wird. Auch geringe Restfehler oder spätere Veränderungen sind möglich.

Wann sollte der graue Star operiert werden?

Wenn die Sehverschlechterung Sie im Alltag einschränkt, etwa beim Lesen, Autofahren oder durch Blendung. Es gibt kein festes Reifestadium, auf das man warten muss. Die Entscheidung treffen Sie gemeinsam mit Ihrem Augenarzt.

Kann ein grauer Star nach der Operation zurückkommen?

Der graue Star selbst kann nicht zurückkehren, weil die eigene Linse entfernt wurde. Häufig trübt sich aber Monate oder Jahre später die Linsenkapsel hinter der Kunstlinse (Nachstar). Dies lässt sich mit einem kurzen, schmerzfreien YAG-Laser beheben.

Heilt eine Glaukomoperation das Glaukom?

Nein. Sie senkt den Augeninnendruck und soll weiteren Schaden am Sehnerv verhindern. Bereits verlorenes Gesichtsfeld kehrt nicht zurück, und lebenslange Kontrollen bleiben notwendig.

Tun Spritzen ins Auge weh?

Das Auge wird vorher mit Tropfen betäubt und desinfiziert. Die meisten Patienten spüren nur einen kurzen Druck. Danach kann das Auge einige Stunden kratzen oder gerötet sein.

Zahlt die Krankenkasse eine Augenlaser-Behandlung?

In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen refraktive Eingriffe in der Regel nicht, da Brille und Kontaktlinsen als ausreichende Korrektur gelten. Private Versicherungen erstatten je nach Tarif teilweise. Die Kataraktoperation mit Standardlinse ist dagegen Kassenleistung.

Quellen
  • American Academy of Ophthalmology – LASIK, PRK and SMILE (patient information)
  • American Academy of Ophthalmology – Cataract Surgery
  • National Eye Institute – Cataracts; Glaucoma; Retinal Detachment
  • NHS – Laser eye surgery and lens surgery
  • Royal College of Ophthalmologists – Refractive Surgery Standards
  • Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) von DOG und BVA – Bewertung refraktiver Eingriffe

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