Augengymnastik

Notfälle & Fakten

Augennotfälle und Erste Hilfe: Was Sie sofort tun sollten

Bei Augennotfällen zählt jede Minute. So reagieren Sie richtig bei Verätzungen, Fremdkörpern, Verletzungen, plötzlichem Sehverlust und akut schmerzhaft rotem Auge.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit Redaktion

Die meisten Augenbeschwerden sind harmlos und können bis zum nächsten Praxistermin warten. Einige Situationen sind jedoch echte Notfälle, bei denen schon Minuten oder wenige Stunden darüber entscheiden, ob das Sehvermögen erhalten bleibt. Dazu gehören Verätzungen mit Säuren oder Laugen, durchdringende Verletzungen, ein plötzlicher Sehverlust und ein akuter Glaukomanfall. In diesen Momenten hilft es enorm, wenn man die wichtigsten Erste-Hilfe-Schritte kennt und typische Fehler vermeidet.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was bei den häufigsten Augennotfällen zu tun ist, welche Warnzeichen keinen Aufschub dulden und was Sie auf keinen Fall tun sollten. Er ersetzt keine ärztliche Versorgung: Im Zweifel gilt immer, lieber einmal zu viel in die Augenklinik als einmal zu wenig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Verätzungen sofort und mindestens 15 Minuten mit viel Wasser spülen – noch vor dem Anruf beim Arzt, wenn möglich parallel den Notruf 112 alarmieren lassen.
  • Bei Stich- oder Schnittverletzungen und steckenden Fremdkörpern nichts herausziehen, nicht drücken, das Auge locker abdecken und sofort in die Klinik.
  • Plötzlicher schmerzloser Sehverlust, ein Schatten oder Vorhang und neue Lichtblitze mit vielen dunklen Punkten sind Notfälle, ebenso ein rotes, sehr schmerzhaftes Auge mit Übelkeit.
  • Nicht reiben, keine Hausmittel, keine Eigenbehandlung mit alten Augentropfen und kein Autofahren mit verletztem Auge.
  • Ein plötzlicher Sehverlust kann auch ein Schlaganfall sein: In dem Fall sofort 112 wählen.

Notfall oder nicht? Eine schnelle Einordnung

Die folgende Übersicht hilft bei der ersten Einschätzung. Sie ersetzt nicht die ärztliche Beurteilung, zeigt aber, wie dringend gehandelt werden muss.

SituationDringlichkeitWas tun?
Chemikalie im Auge (Reiniger, Kalk, Zement, Säure)Sofort, Minuten zählenMindestens 15 Minuten spülen, dann Notruf 112 oder Augenklinik
Stich-, Schnitt- oder SplitterverletzungSofortNicht berühren, locker abdecken, Notruf oder Klinik
Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden AugenSofort112 bzw. Augenklinik, an Schlaganfall denken
Neue Lichtblitze, Rußregen, Schatten oder VorhangNoch am selben TagAugenarzt oder Augenklinik
Rotes, stark schmerzendes Auge mit Übelkeit, Halos, SehverschlechterungSofortAugenklinik
Stumpfer Schlag aufs Auge mit Sehstörung, Doppelbildern oder Blut im AugeSofortAugenklinik
Oberflächlicher Fremdkörper, z. B. StaubkornAbhängig vom VerlaufVorsichtig spülen; wenn Beschwerden bleiben, am selben Tag zum Arzt
Rotes Auge ohne Schmerzen, normales SehenMeist nicht dringendBeobachten, bei Verschlechterung zum Arzt

Verätzung: Spülen, spülen, spülen

Verätzungen gehören zu den gefährlichsten Augenverletzungen. Besonders tückisch sind Laugen (alkalische Stoffe) wie Kalk, Zement, Mörtel, Abflussreiniger, Ofenreiniger oder Salmiakgeist, weil sie schnell tief ins Gewebe eindringen. Säuren wie Batteriesäure oder bestimmte WC-Reiniger sind ebenfalls gefährlich. Entscheidend ist, wie schnell der Stoff verdünnt und entfernt wird – die ersten Sekunden sind wertvoller als jede spätere Behandlung.

  1. Sofort spülen: Halten Sie das Auge unter fließendes, lauwarmes Leitungswasser, unter die Dusche oder schütten Sie Wasser aus einer Flasche hinein. Wasser aus der Leitung ist völlig ausreichend; warten Sie nicht auf eine spezielle Lösung. Eine Augenspülflasche oder Augendusche aus dem Betriebsverbandkasten ist ideal, wenn sie direkt griffbereit ist.
  2. Lider weit öffnen: Der Reflex zwingt das Auge zu, deshalb müssen die Lider oft mit den Fingern aufgehalten werden, gegebenenfalls von einer Helferin. Lassen Sie das Auge dabei in alle Richtungen blicken.
  3. Vom inneren zum äußeren Augenwinkel spülen, damit das verunreinigte Wasser nicht ins andere Auge läuft. Den Kopf zur Seite des betroffenen Auges neigen.
  4. Mindestens 15 Minuten durchhalten, bei Laugen eher länger. Das fühlt sich sehr lang an – nehmen Sie eine Uhr zu Hilfe.
  5. Kontaktlinsen entfernen, wenn das leicht gelingt, aber das Spülen dafür nicht unterbrechen.
  6. Hilfe rufen: Lassen Sie, wenn möglich, eine andere Person den Notruf 112 wählen, während Sie weiterspülen. Nehmen Sie die Verpackung der Chemikalie mit in die Klinik.
  7. Auch auf dem Weg in die Klinik, wenn möglich, weiter spülen.

Versuchen Sie niemals, eine Säure mit einer Lauge zu neutralisieren oder umgekehrt – die Reaktion setzt Hitze frei und verschlimmert die Verletzung. Verwenden Sie auch keine Milch, kein Öl und keine Kräuteraufgüsse. Festkörper wie Kalkbröckchen vorsichtig mit einem feuchten, sauberen Tuch aus dem Bindehautsack entfernen, dann weiter spülen.

Fremdkörper im Auge

Staub, Insekten, Wimpern oder Sandkörner landen schnell im Auge. Meist spült der Tränenfluss sie von selbst heraus. Wenn nicht, gehen Sie so vor:

  • Hände waschen, nicht reiben – Reiben kann die Hornhaut zerkratzen oder den Fremdkörper tiefer drücken.
  • Mehrmals kräftig blinzeln, dann das Auge mit sauberem Wasser oder einer sterilen Kochsalzlösung ausspülen.
  • Liegt der Fremdkörper sichtbar auf der Bindehaut des Unterlids, kann er vorsichtig mit der Ecke eines sauberen, feuchten Tuchs entfernt werden.
  • Unter dem Oberlid sitzende Partikel lösen sich manchmal, wenn man das Oberlid sanft über das Unterlid zieht und loslässt.

Gehen Sie noch am selben Tag zum Augenarzt, wenn das Fremdkörpergefühl bleibt, das Auge stark tränt, schmerzt, rot ist oder Sie schlechter sehen. Kleine Fremdkörper, die in der Hornhaut stecken, etwa Metallsplitter vom Schleifen, müssen ärztlich entfernt werden, weil sich sonst Rost und Entzündungen bilden. Bei Arbeiten mit Hammer, Meißel, Flex oder Bohrmaschine besteht zudem die Gefahr, dass ein winziger Splitter unbemerkt ins Augeninnere eindringt. Wenn Sie dabei etwas ins Auge bekommen haben, lassen Sie sich immer untersuchen. Wie man solche Verletzungen verhindert, lesen Sie im Ratgeber Augenschutz bei Arbeit und Sport.

Stumpfe Verletzungen: Ball, Faust, Ellenbogen

Ein Schlag aufs Auge, etwa durch einen Squash- oder Tennisball, einen Sektkorken, einen Ellenbogen oder einen Sturz, kann mehr anrichten, als ein blaues Auge vermuten lässt. Möglich sind Blutungen in der Vorderkammer (Hyphäma), Risse der Regenbogenhaut, Netzhautschäden und Brüche des Augenhöhlenbodens (Blow-out-Fraktur).

  • Kühlen Sie die Umgebung des Auges vorsichtig mit einem in ein Tuch gewickelten Kühlpack für jeweils etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Kein Druck auf den Augapfel.
  • Den Kopf leicht erhöht lagern.
  • Keine blutverdünnenden Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure ohne ärztliche Rücksprache, da sie Blutungen verstärken können.

Sofort in die Augenklinik bei verschwommenem Sehen, Doppelbildern, sichtbarem Blut im Auge, starken Schmerzen, eingeschränkter Augenbeweglichkeit, Taubheitsgefühl an Wange oder Oberlippe, Lichtblitzen oder einer verformten Pupille. Auch ohne diese Zeichen ist nach einem kräftigen Schlag eine augenärztliche Kontrolle sinnvoll, weil Netzhautschäden manchmal erst später Beschwerden verursachen. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Sportverletzungen am Auge vermeiden.

Durchdringende Verletzungen: Nichts herausziehen

Schnitte durch Glas, Stiche mit Werkzeugen, Drähten, Ästen oder Feuerwerkskörpern und herausgeschleuderte Splitter können den Augapfel eröffnen. Hinweise darauf sind eine verzogene, tropfenförmige Pupille, austretende Flüssigkeit, ein sichtbar steckender Gegenstand oder ein plötzlicher, starker Sehverlust.

  1. Notruf 112 wählen.
  2. Steckende Gegenstände niemals herausziehen.
  3. Nicht drücken, nicht reiben, nicht spülen, keine Salben oder Tropfen.
  4. Das Auge locker abdecken, ideal mit einem Schutz, der den Augapfel nicht berührt, etwa dem Boden eines sauberen Pappbechers, der mit Pflaster an Stirn und Wange befestigt wird. Auch das gesunde Auge kann abgedeckt werden, um Augenbewegungen zu vermindern.
  5. Nichts essen oder trinken, da möglicherweise eine Operation in Narkose nötig ist.
  6. Ruhig sitzen oder liegen, nicht bücken, nicht pressen.

Plötzlicher Sehverlust

Wenn Sie auf einem oder beiden Augen plötzlich deutlich schlechter oder gar nicht mehr sehen, ist das immer ein Notfall – auch wenn es nicht wehtut. Mögliche Ursachen sind ein Verschluss einer Netzhautarterie oder -vene, eine Blutung in den Glaskörper, eine Netzhautablösung, eine Entzündung des Sehnervs oder ein Schlaganfall. Bei einem Arterienverschluss ist das Zeitfenster für eine Behandlung sehr kurz.

Plötzlicher Sehverlust zusammen mit Lähmungen, hängendem Mundwinkel, Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen kann ein Schlaganfall sein: sofort 112 wählen. Auch ein nur kurzer, vorübergehender Sehverlust auf einem Auge (Amaurosis fugax) muss am selben Tag abgeklärt werden, da er ein Warnzeichen für einen Schlaganfall sein kann. Bei älteren Menschen mit neuen Schläfenkopfschmerzen, Kauschmerzen und Sehstörungen muss an eine Riesenzellarteriitis gedacht werden.

Einige Menschen erleben vor Kopfschmerzen ein flimmerndes Zickzackmuster, das sich nach 20 bis 60 Minuten zurückbildet. Das ist meist eine Migräne mit Aura. Tritt ein solches Phänomen aber zum ersten Mal auf, ungewöhnlich lange oder mit anderen neurologischen Ausfällen, sollte es ärztlich abgeklärt werden.

Lichtblitze, Rußregen und der Vorhang

Mit zunehmendem Alter löst sich der Glaskörper oft von der Netzhaut ab. Das ist meist harmlos und führt zu einzelnen Glaskörpertrübungen. Dabei kann jedoch Zug auf die Netzhaut entstehen und ein Loch reißen. Warnzeichen für eine drohende Netzhautablösung sind:

  • neu auftretende Lichtblitze, besonders am Rand des Gesichtsfelds und im Dunkeln,
  • plötzlich viele neue schwarze Punkte oder Fäden, oft als Rußregen beschrieben,
  • ein Schatten, eine Wand oder ein Vorhang, der sich von einer Seite ins Gesichtsfeld schiebt,
  • verzerrtes oder verschwommenes Sehen.

Gehen Sie mit diesen Beschwerden noch am selben Tag zum Augenarzt oder in die Augenklinik, auch am Wochenende. Besonders gefährdet sind stark kurzsichtige Menschen, Personen nach Augenoperationen oder Augenverletzungen und solche mit Netzhautablösung in der Familie.

Akut rotes, schmerzhaftes Auge

Ein rotes Auge ist häufig, meist steckt eine harmlose Bindehautentzündung oder eine geplatzte Ader unter der Bindehaut dahinter. Kommen aber starke Schmerzen, Sehverschlechterung oder Lichtscheu hinzu, kann es ernst sein. Einen ausführlichen Überblick gibt der Artikel Rotes Auge: harmlos oder Notfall?.

Akuter Glaukomanfall (Winkelblock)

Typisch sind plötzliche, heftige Augen- und Kopfschmerzen, ein steinhartes, gerötetes Auge, verschwommenes Sehen mit farbigen Ringen um Lichtquellen sowie Übelkeit und Erbrechen. Oft tritt der Anfall abends in dunkler Umgebung auf. Weil er mit einem Magen-Darm-Infekt oder einer Migräne verwechselt werden kann, wird er manchmal zu spät erkannt. Unbehandelt kann der Sehnerv innerhalb von Stunden schwer geschädigt werden; deshalb sofort in die Augenklinik.

Hornhautentzündung und Hornhautgeschwür

Starke Schmerzen, Lichtscheu, Tränen, Fremdkörpergefühl und ein weißlicher Fleck auf der Hornhaut, vor allem bei Kontaktlinsenträgern, deuten auf eine Hornhautentzündung oder ein Geschwür hin. Linsen sofort herausnehmen, nicht wieder einsetzen, und am selben Tag zum Augenarzt; die Linsen und den Behälter mitbringen.

Regenbogenhautentzündung (Uveitis)

Dumpfe Schmerzen, Rötung rund um die Hornhaut, starke Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen können auf eine Entzündung im Augeninneren hinweisen. Auch sie muss zügig behandelt werden.

Weitere Situationen

  • Verblitzung (Schweißen, Höhensonne, Schnee): Einige Stunden nach UV-Belastung treten starke Schmerzen und Fremdkörpergefühl auf. Kühlen, abdunkeln und ärztlich untersuchen lassen; meist heilt die Hornhaut in ein bis zwei Tagen.
  • Laserpointer: Starke Laserpointer können die Netzhaut schädigen. Bei Sehstörungen nach Blendung zum Augenarzt.
  • Stark geschwollenes, gerötetes Lid mit Fieber oder schmerzhaften Augenbewegungen: Verdacht auf eine Entzündung der Augenhöhle, die rasch behandelt werden muss, besonders bei Kindern.
  • Plötzliche Doppelbilder: Können neurologische Ursachen haben und sollten sofort abgeklärt werden.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

Bitte nichtWarum
Am Auge reibenVerschlimmert Kratzer, drückt Fremdkörper tiefer, gefährlich bei offener Verletzung
Steckende Gegenstände herausziehenKann zu Blutungen und Austritt von Augeninhalt führen
Bei Verätzung mit dem Spülen wartenSchon Minuten verschlechtern die Prognose deutlich
Hausmittel wie Milch, Tee, Öl, Muttermilch oder SpeichelNicht steril, können Keime einbringen und Verletzungen verschlimmern
Alte oder fremde Augentropfen, betäubende Tropfen auf DauerKönnen Infektionen begünstigen, Symptome verschleiern und die Heilung stören
Mit spitzen Gegenständen oder Wattestäbchen im Auge stochernHohe Gefahr von Hornhautverletzungen
Selbst Auto fahrenEingeschränktes Sehen und Schmerzen gefährden Sie und andere
Abwarten bei plötzlichem SehverlustBei Gefäßverschlüssen und Netzhautablösung zählt jede Stunde

Vorbereitet sein: Erste-Hilfe-Ausstattung und Vorbeugung

Die meisten schweren Augenverletzungen ließen sich durch eine passende Schutzbrille vermeiden – beim Heimwerken, im Garten, beim Umgang mit Reinigungsmitteln, an Silvester und bei Ballsportarten. Bewahren Sie Haushaltschemikalien in Originalbehältern und außer Reichweite von Kindern auf. In Werkstätten und Laboren sollten Augenspülflaschen oder eine Augendusche griffbereit sein. Für den Haushalt genügt es zu wissen: Das nächste Waschbecken oder die Dusche ist die beste Augendusche.

Wann Sie in die Notaufnahme müssen

Sofort 112 oder Augenklinik bei: Verätzung (zuerst spülen), Stich-, Schnitt- oder Splitterverletzungen, plötzlichem Sehverlust oder Gesichtsfeldausfall, Lichtblitzen mit Rußregen oder Schatten, rotem, stark schmerzendem Auge mit Übelkeit und Halos, Blut im Auge nach einem Schlag, plötzlichen Doppelbildern sowie Sehstörungen mit Lähmungen oder Sprachstörungen. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 an oder fahren Sie in die nächste Augenklinik.

Für alle anderen Beschwerden gilt: Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin. Was bei einer regulären Untersuchung passiert, erfahren Sie in unserem Ratgeber Augenuntersuchung erklärt.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange muss ich ein verätztes Auge spülen?

Mindestens 15 Minuten, bei Laugen wie Kalk, Zement oder Abflussreiniger eher länger, und am besten bis zum Eintreffen professioneller Hilfe. Leitungswasser ist dafür völlig ausreichend. Danach immer in die Augenklinik.

Darf ich bei einer Verätzung Leitungswasser verwenden?

Ja, unbedingt. Schnelligkeit ist wichtiger als die Art der Flüssigkeit. Suchen Sie keine spezielle Spüllösung, wenn das Waschbecken oder die Dusche näher ist.

Was mache ich, wenn etwas im Auge steckt?

Nicht herausziehen, nicht drücken und nicht spülen. Decken Sie das Auge locker ab, zum Beispiel mit einem Pappbecher, wählen Sie den Notruf 112 und essen oder trinken Sie nichts bis zur ärztlichen Versorgung.

Sind Lichtblitze im Auge gefährlich?

Einzelne kurze Blitze können bei der harmlosen Glaskörperabhebung auftreten. Neue Blitze zusammen mit vielen schwarzen Punkten oder einem Schatten können aber auf ein Netzhautloch oder eine Netzhautablösung hindeuten und müssen noch am selben Tag untersucht werden.

Ist ein blaues Auge nach einem Schlag ein Notfall?

Ein Bluterguss am Lid allein ist meist harmlos. Bei Sehstörungen, Doppelbildern, Blut im Auge, starken Schmerzen oder Taubheit der Wange sollten Sie jedoch sofort in die Augenklinik, weil innere Verletzungen oder ein Knochenbruch vorliegen können.

Woran erkenne ich einen Glaukomanfall?

Typisch sind plötzliche starke Augen- und Kopfschmerzen, ein rotes, hartes Auge, verschwommenes Sehen mit farbigen Ringen um Lichter sowie Übelkeit oder Erbrechen. Das ist ein Notfall, der sofort in einer Augenklinik behandelt werden muss.

Soll ich bei einem Fremdkörper eine Augenklappe tragen?

Bei einfachen Fremdkörpern ist ein Verband meist nicht nötig. Bei Verdacht auf eine durchdringende Verletzung wird das Auge locker abgedeckt, ohne Druck auszuüben. Eine dauerhafte Abdeckung sollte nur ärztlich angeordnet werden.

Was tun nach dem Schweißen ohne Schutz?

Einige Stunden nach der UV-Belastung können starke Schmerzen, Tränen und Lichtscheu auftreten (Verblitzung). Kühlen, abdunkeln und ärztlich untersuchen lassen. Betäubende Tropfen sollten nicht dauerhaft selbst angewendet werden.

Quellen
  • American Academy of Ophthalmology – Recognizing and Treating Eye Injuries
  • American Academy of Ophthalmology – Chemical Eye Burns
  • NHS – Eye injuries; Sudden loss of vision
  • National Eye Institute – Retinal Detachment
  • Royal College of Ophthalmologists – Ophthalmic Services Guidance: Emergency Eye Care
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) – Erste Hilfe bei Augenverletzungen

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